Startschuss für das Projekt „LA-Proof“: Hochschule Landshut qualifiziert mit Kooperationspartnern Nachwuchsprofessor*innen

Hochschule Landshut und BMW Group arbeiten Hand in Hand bei der Weiterqualifikation von Nachwuchswissenschaftler*innen zu Professor*innen

Bei der Auftaktveranstaltung für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst geförderte Projekt „LA-Proof“ legte die Hochschule Landshut zusammen mit Vertreter*innen der BMW Group den Grundstein für eine erfolgreiche Gewinnung und Weiterqualifizierung von professoralem Nachwuchs: Markus Schmidtner, zukünftiger W1-Nachwuchsprofessor, startet ab November seine Qualifizierung im Bereich Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Informationsmodellierung. Er wird zu 50% an der Hochschule Landshut als Wissenschaftler tätig sein. Gleichzeitig schlägt er mit einer Halbtagsstelle bei der BMW Group die Brücke zwischen Wirtschaft und Forschung und sammelt vor Ort Praxiserfahrung.

Der studierte Informatiker war als wissenschaftlicher Mitarbeiter für das Projekt TRIO der Hochschule Landshut tätig. Schmidtner wird ab sofort einen strukturierten Karriereweg zur Professur einschlagen und im Rahmen des Qualifizierungsprogrammes LAnding diverse Weiterbildungsangebote absolvieren, orientiert an seinen individuellen Bedürfnissen. Prof. Dr.-Ing. Jürgen Wunderlich, Studiengangsleiter an der Fakultät Informatik, ist ihm in der Position eines erfahrenen Professors als Mentor bei der Strukturierung und Bewältigung seines breit gefächerten Aufgabengebietes behilflich.

Mit LA-Proof und Kooperationspartnern gelingen Forschungs- und Transferaktivitäten

Eine Win-Win-Situation für die Hochschule Landshut und die BMW Group, findet Präsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher, denn „die Hochschule Landshut besitzt in verschiedenen Fachbereichen Wachstumspotenzial. Hierzu zählen insbesondere Themenfelder wie Digitalisierung im Gesundheits- und Sozialwesen, Medienwissenschaften, Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik sowie Nachhaltigkeit und Industrie 4.0. Diese Themenfelder sind aktuell sowohl in Wissenschaft als auch in der Wirtschaft stark nachgefragt“. Um diese Bereiche entsprechend weiterzuentwickeln, benötigt die Hochschule Landshut professoralen Nachwuchs, der nicht nur über die Doppelqualifikation aus Berufspraxis und Promotion verfügt, sondern auch über die nötigen didaktischen Kompetenzen und Expertise für erfolgreiche Forschungs- und Transferaktivitäten.

Dies bestätigte auch Christian Lagleder, Product Owner und Teamleiter, der BMW Group: „Wir wollen die Hybride Architektur im IT-Sektor optimieren. Markus Schmidtner wird im Supply Chain Management tätig werden. Er wird uns mit Sicherheit Inspiration liefern, wissenschaftliche Aspekte in unsere Denkprozesse miteinzubeziehen. Es wird für uns sehr spannend werden, was wir davon alles in die Praxis umsetzen können“.

Karin Peisl, General Managerin Product and Technology Integration OtD der BMW Group, berichtet über die Anfänge der Zusammenarbeit, denn sie hat maßgeblich zur Etablierung beigetragen: „Es hat fast ein Jahr lang gedauert, bis der Kooperationsvertrag stand. Wir haben alle an einem Strang gezogen. Meine Kolleg*innen und ich waren alle begeistert von der Idee um LA-Proof“.

Zahlreiche Partnerschaften mit regionalen Unternehmen sind für die Zukunft geplant

Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher und die Vertreter*innen der BMW Group geben sich optimistisch und freuen sich auf eine Festigung der erfolgreichen Partnerschaft. Gute Voraussetzungen, denn zusammen mit den anwesenden Mentor*innen der unterschiedlichen Fachbereiche, den Dekan*innen der beteiligten Fakultäten, sowie dem Projektteam um LA-Proof sind in den nächsten Monaten weitere Kooperationen mit Unternehmen in der Region geplant.

Interessierte sind eingeladen, regelmäßig die Stellenangebote der Hochschule Landshut zu durchstöbern und nach aktuellen Ausschreibungen Ausschau zu halten. Hierbei werden Stellen in zwei Varianten angeboten, welche Hochschulabsolvent*innen, nach abgeschlossener Promotion oder mindestens dreijähriger außerhochschulischer Berufspraxis die Möglichkeit geben, innerhalb von maximal fünf Jahren ihre fachlichen Kompetenzen zu erweitern. Danach verfügen diese W1-Nachwuchsprofessor*innen über alle formalen Voraussetzungen, um sich anschließend auf eine W2-Hochschulprofessur zu bewerben.

Foto: Hochschule Landshut
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