Semiconductor Device Testing – Summer Course 2012

Amerikanischer Way of Life versus niederbayerische Gemütlichkeit

In Kooperation mit der Texas Tech Universität wurde an der Hochschule Landshut im August 2012 zum ersten Mal ein Sommerkurs, der sich über zwei Wochen erstreckte, zum Thema Semiconductor Device Testing angeboten.

Die Teilnahme wurde den Studierenden der Fakultät Elektro- und Informationstechnik ab dem 4. Fachsemester ermöglicht. Der Kurs fand in englischer Sprache unter Leitung des Dozenten Prof. Dr. Richard Gale zusammen mit 8 Studierenden der Texas Tech University und 5 Studierenden der Hochschule Landshut statt. Das benötigte Messequipment sowie einen Ansprechpartner vor Ort wurde von der Firma Texas Instruments mit Sitz in Freising zur Verfügung gestellt.

Neben der Förderung des interkulturellen Austauschs, wurde eine Einführung in die Produktentwicklung und insbesondere den Test von Halbleiterbauelementen vermittelt.

Dabei wurden theoretische Betrachtungen durch praktische Untersuchungen mit der Entwicklungsumgebung LabView untermauert. Mit verschiedenen automatisierten Testmethoden wurden Funktionen und typische Kenngrößen realer Bauelemente gemessen. Abschließend erfolgte eine statistische Analyse, sowie Vorstellung der Testergebnisse.

Um einen genaueren Einblick in die Herstellung und Testabläufe von Halbleiterbauelementen zu erhalten, nahmen die Studierenden an fachlichen Führungen der Firmen Texas Instruments in Freising und Infineon in Regensburg teil.

Darüber hinaus sollte den texanischen Studenten die deutsche, speziell die bayerische Kultur näher gebracht werden. Dabei lösten jahrhundertealte Bauten, wie beispielsweise der Regensburger Dom, ebenso viel Begeisterung aus, wie ein eisgekühltes, frischgezapftes Wittmann-Hell. Durch einen Ausflug an den Königssee, konnten die Teilnehmer das schöne Alpenpanorama, bei einer Bootsfahrt auf dem tiefsten bayerischen See, bewundern. Nicht nur für das Auge war etwas geboten, sondern auch der Gaumen kam nicht zu kurz. So lernten sie den traditionell bayerischen „Steckerlfisch“ kennen und genossen bei zahlreichen Ausflügen, wie einem Abstecher nach Salzburg, oder nach einer Fahrt mit der historischen Schafkopfbahn am Wolfgangsee, viele weitere typische Biergartenspezialitäten. München, der Ort des Oktoberfestes hat es unseren texanischen Besuchern besonders angetan, so war die Hauptstadt ein gern besuchtes Ziel und immer wieder eine Zugfahrt wert. Ihre Vorliebe für Lederhosen entdeckten die Texaner nach einer zünftigen Maß Bier bei einem Besuch auf dem Gäubodenfest in Straubing und somit fand sich in fast jedem amerikanischen Reisekoffer eine solche wieder. Entrüstung hingegen lösten der eingeschränkte Soft-Drink-Konsum, sowie die Zuzahlung für Ketchup in diversen Fast Food Lokalitäten aus.

Jeder Teilnehmer kann auf durchwegs sehr positive Eindrücke zurückblicken, die ihm noch lange in Erinnerung bleiben werden. Es wurden neue Freundschaften geschlossen, sprachliche Fertigkeiten verbessert und Einblicke in die amerikanische Lebensweise vermittelt. So trafen also 5 deutsche Studierende, die nicht genau wussten, was sie eigentlich erwarten möge, auf 8 aufgeschlossene Studierende, die mit einer Selbstverständlichkeit Freundschaften schlossen und die, wie wir Bayern, das Bier lieben. In den vielen Gesprächen mit den Studierenden der Texas Tech University kristallisierten sich aber auch kulturelle Unterschiede heraus, wobei der deutsche Lehrstil als durchaus strenger angesehen wurde, als der amerikanische.

Und nach 14 gemeinsamen Tagen stellten wir fest, so begeistert wie die Texaner von Deutschland waren, so begeistert waren die Studierenden der Fachhochschule Landshut von deren „Way of Life“.

Die deutschen Studierenden möchten sich für die sehr schöne Zeit bei allen Verantwortlichen recht herzlich Bedanken und hoffen auf eine Weiterführung für nachfolgende Semester im nächsten Sommer.

Juliane Trommler, Nadine Estermann, Anne Bergmann, Sebastian Blümel und Michael Wagner