Die Erde als Betrieb

Wissenstransfer und Hochschullehre zum Thema Nachhaltigkeit

Prof. Dr. Markus Schmitt ist Studiengangsleiter des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen und weiterer damit verwandter Studiengänge an der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Landshut. Er beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit, hält Vorträge zu dem Thema und bietet im Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen das Modul Nachhaltiges Wirtschaften an. Es soll Wirtschaftsingenieurinnen und Wirtschaftsingenieure dazu befähigen, ökonomisches und ökologisches Handeln mit technischen Anforderungen zu verzahnen, um so den zukünftigen Herausforderungen verantwortlich und nachhaltig begegnen zu können.  

„Globale Nachhaltigkeit ist vielseitig. Es ist daher eine besondere Herausforderung, die Grundlagen und vielfältigen inneren Zusammenhänge dieses Themenkomplexes nahezubringen“, berichtet Schmitt. „Je nach Zielgruppe eignen sich verschiedene Zugänge. Entscheidend ist die inhaltliche Öffnung – und deren möglichst lange Aufrechterhaltung.“ Im Magazin DNH – Die Neue Hochschule, das vom Hochschullehrerbund, einem Berufsverband von Professorinnen und Professoren bundesdeutscher Hochschulen für angewandte Wissenschaften, herausgegeben wird, beschreibt er zwei didaktische Ansätze. „Die Vorgehensweisen haben sich in der Praxis bewährt und zwar sowohl in der Hochschullehre als auch beim Wissenstransfer“, sagt er.  

Der erste Ansatz geht von einem sachorientierten Vortrag aus, der am Ende mittels einer künstlerischen Darstellung zu einer möglichst offenen Diskussion unter den Teilnehmern führt. Beim zweiten Ansatz arbeitet Schmitt mit einer fiktiven Stellenanzeige. Hier sucht die Erde, die dabei als Unternehmen verstanden wird, für die nächsten 40 Jahre qualifizierte Führungskräfte für die Transformation der menschlichen Zivilisation hin zur Nachhaltigkeit. Diesen Eyecatcher verwendet Schmitt zum Beispiel auch in seiner Lehrveranstaltung Nachhaltiges Wirtschaften. Das ruft Aufmerksamkeit hervor, konfrontiert die Studierenden gleich am Anfang mit einem abrupten Perspektivwechsel und erschließt dann induktiv die Inhalte globaler Nachhaltigkeit. „Beide Vorgehensweisen tragen zur transformativen Bildung bei, wie sie vom wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen vorgeschlagen wurden, um eine weltweit nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft zu unterstützen“, bestätigt Schmitt.  

Die beiden didaktischen Ansätze lassen sich Schmitts Lehrkonzept zuordnen. Dafür wurde er 2014 als erster mit dem Preis der Lehre der Hochschule Landshut ausgezeichnet. Durch spezielle didaktische Methoden lässt er die Studierenden Wissen entdecken und ihre Beteiligung an der Lehre spüren. „Dadurch bekommen sie die Impulse, die sie weiterbringen.“ Der einzelne Mensch ist ihm ebenso wichtig wie das Wissen, das er vermittelt. „Bildung ist etwas zutiefst Menschliches“, so lautet einer der Grundsätze seines Lehrkonzepts. „Sie gelingt am besten, wenn sich Menschen in Freiheit und mit Respekt begegnen“, davon ist er überzeugt.      

Weiterführende Links

Lesen Sie hier den Artikel von Prof. Dr. Schmitt. Der Artikel wirft ein interessantes Schlaglicht auf die Didaktik und Lehre an der Hochschule Landshut.  

Prof. Dr. Markus Schmitt leitet an der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen die Bachelorstudiengänge Automobilwirtschaft und -technik, Wirtschaftsingenieurwesen, Internationales Wirtschaftsingenieurwesen und den Masterstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Er steht als Studienfachberater zur Verfügung. Den Kontakt finden Sie hier.  

Lesen Sie hier ein Porträt über Prof. Dr. Markus Schmitt.  

Erfahren Sie hier mehr über den Studiengang Wirtschaftsingenieuwesen.  

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