Aktuelle Forschungsprojekte

Evaluation der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz in der Augustinum Gruppe

Ist der Mensch nur Mensch, weil er denkt? Räume für das Anderssein dementer Menschen

Projektleitung Prof. Dr. Karin E. Müller

Projektmitarbeiterin Veronika Knauer, Ethnologin M.A.

Projektdauer Oktober 2012 - Juni 2020

Projektfinanzierung Stifungsmittel Augustinum München

Hintergrund des Projektes
Demenz gilt als Jahrhundertkrankheit, die sich in den demographisch alternden Gesellschaften wie eine Epidemie ausbreitet und weltweit bereits rund 25 Millionen Menschen ihrer erwachsenen Persönlichkeit beraubt. Zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen haben sich in den vergangenen Jahren mit dieser Thematik befasst. Die Medizin ist aber noch immer die dominierende Disziplin, wenn es darum geht Lösungen für das „Problem Demenz“ zu ergründen, Wissen und Gewissheiten über die Krankheit bereitzustellen und ihre Ursachen zu erforschen.
Deutschland ist dem demographischen Wandel gewissermaßen als Pionier vorausgegangen. Hier sind die Kinderzahlen früh eingebrochen, daher hat sich das Verhältnis bereits stark zugunsten der Älteren verschoben: 18,8 Prozent unter 20-jährige stehen hier 25,9 Prozent von 60 und mehr Jahren gegenüber. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Im Jahr 2050 dürfte jeder siebte Bewohner der BRD 80 Jahre oder älter sein. Die Alterung der Gesellschaft und die damit verbundene Zunahme demenzieller Krankheiten kostet viel Geld – für Diagnosen, Medikamente, Therapien, für Pflege und Betreuung. Bei einer Bevölkerung von 77,4 Millionen im Jahr 2030 dürften in Deutschland je nach Schätzung bis zu zwei Millionen Menschen mit Demenz leben, im Jahre 2050 könnten sogar 2,6 Millionen von insgesamt 69,4 Millionen Einwohnern betroffen sein, also fast vier von hundert. (Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung 2011)
Menschen mit Demenz sind folglich ein signifikanter Teil unserer Gesellschaft und eine sozialwissenschaftliche Perspektive auf das Thema bleibt damit unerlässlich. Es ist notwendig sich Gedanken darüber zu machen, wie die Zukunft unserer Gesellschaft aussehen kann.

Das Forschungsprojekt „Cogito ergo sum"- Ist der Mensch nur Mensch weil er denk? Räume für das Anderssein dementer Menschen Demenz“ setzt sich mit dieser Frage auseinander. Basierend auf der Kooperation der Augustinum Gruppe mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut / Fakultät Soziale Arbeit evaluiert es das neue Demenz-Konzept der Augustinum Gruppe und untersucht, welche Auswirkungen dieses auf das Zusammenleben der Bewohner in den Häusern, sowie auf die Wahrnehmung von und den Umgang mit dem Thema Demenz hat.


Ziel des Projektes
Aufgrund der genannten demographischen Entwicklung wird es künftig immer mehr Menschen mit Demenz geben. Daher ist es wichtig, Lösungsansätze und Konzepte zu finden, wie die Versorgung dieser Menschen auch in Zukunft sichergestellt werden kann.
Ziel des Projektes ist es herauszufinden, welche Möglichkeiten und Grenzen bei der Betreuung von Menschen mit Demenz im Rahmen der Augustinum Gruppe bestehen. Das übergeordnete Erkenntnisinteresses des Projektes lautet daher: Welche Auswirkungen hat die Umsetzung des neuen Demenz-Konzeptes in den Häusern der Augustinum Gruppe auf die Betreuung und Versorgung der Bewohner mit Demenz, auf die Vernetzung der Betreuung mit anderen Angeboten des Hauses (z.B. kulturelle Angebote, Seelsorge, etc.), auf die zwischenmenschliche und atmosphärische Ebene des Zusammenlebens im Haus sowie auf die allgemeine Außenwahrnehmung von und den Umgang mit dem Thema „Demenz“?

Untersuchungsdesign des Projektes
In einer ersten Datenerhebungsphase wurden in verschiedenen Häusern der Augustinum Gruppe leitfadengestützte Experteninterviews sowohl mit der Stiftsdirektion als auch mit der Pflegedienstleitung geführt. So konnte ein erster Einblick in die Situation vor Ort sowie eine Darstellung der Problematik aus der Perspektive dieser Personengruppe gewonnen werden. Die Erfassung und Darstellung des aktuellen Standes der Betreuung von Bewohnern mit Demenz sowie der Erfolge und Probleme in diesem Zusammenhang, waren das Ziel der ersten empirischen Erhebungsphase.

Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Datenerhebung wurden in einer zweiten Erhebungsphase alle Häuser der Augustinum gGmbH mit Hilfe einer Fragebogenerhebung befragt. Diese wurde bei drei Personengruppen durchgeführt: den MitarbeiterInnen der Betreuungsangebote, den Angehörigen der Bewohner mit Demenz sowie dem Stiftsbeirat der Häuser entwickelt. Ziel der zweiten Erhebungsphase ist es, die Umsetzung und Wirkung des neuen Demenz-Konzeptes in den Blick zu nehmen und herauszuarbeiten was gut läuft und wo noch Nachbesserungsbedarf besteht.

Bildungsbausteine gegen Muslimfeindschaft

Modellprojekt zur Entwicklung von rassismuskritischen Methoden und Materialien für Jugendliche und MultiplikatorInnen

Projektleitung Prof. Dr. Mihri Özdoğan

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen Andreas Hastreiter M.A.

Projektdauer 01.03.2015 - 31.12.2019

Projektfinanzierung Drittmittelprojekt im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit"

 

Ko-Finanzierung: Stadt Landshut und IKON

 

Projektpartner: Bildungsteams Berlin-Brandenburg e.V.

zur Projektbeschreibung

Care-Praxen von Vätern in Bayern

Teilprojekt zum Fürsorgeverhalten und Paardynamiken bei der Nutzung des Elterngeldes im Rahmen des Bayerischen Forschungsverbundes "Gender and Care. Dynamiken von Fürsorge im Kontext von Institutionen, Praxen, Techniken und Medien in Bayern (ForGenderCare)"

Projektleitung: Prof. Dr. Barbara Thiessen

Kooperationspartnerinnen: Dr. Karin Jurczyk und Dr. Laura Castiglioni, Deutsches Jugendinstitut München

Wissenschaftliche MitarbeiterIn: Kathrin Peltz, M.A. Kulturwissenschaften

Projektdauer: 2015-2019

Projektfinanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Hintergrund des Projektes
Das Forschungsvorhaben zielt auf die Untersuchung der Care-Praxen von Vätern in Familien. Ausgangspunkt ist der bemerkenswert hohe Anteil von Vätern in Bayern, die Partnermonate im Rahmen des Elterngeldes beanspruchen. Die Gründe, Motivationen und nachhaltigen Effekte der Nutzung der Partnermonate sind bislang weitgehend unklar. Ebenso kaum untersucht sind die diesbezüglichen Aushandlungen im Paarkontext. Es kann vermutet werden, dass Umfang und Art der Beteiligung an der Sorgearbeit für gemeinsame Kinder Bestandteil alltäglicher Aushandlungsprozesse sind, bei denen auch bestehende Geschlechterkonzepte sowie Leitbilder von Vaterschaft und Mutterschaft mitverhandelt und ggf. verändert werden. Diese können regionalen sowie milieubedingten Differenzierungen unterliegen, die im Forschungsprojekt systematisch berücksichtigt werden. Untersucht werden soll, wie sich Väter während, aber auch, nach Ablauf der Elternzeit an der Care-Arbeit für Kinder beteiligen und welche partnerschaftlichen Aushandlungsprozesse hierbei eine Rolle spielen. Erwartet werden Erkenntnisse über Bedingungen und Veränderungspotenziale genderbezogener Arbeitsteilungsmuster in Familien. Daraus lassen sich konkrete Bedarfe im Hinblick auf familienpolitische Weiterentwicklungen sowie Anforderungen an eine gesteigerte Familienfreundlichkeit von Arbeitsplätzen formulieren.

Untersuchungsdesign des Projektes
Die Untersuchung nutzt ein Mixed-Methods-Design und umfasst ein quantitatives und ein qualitatives Modul. In einem ersten Schritt ist eine regional differenzierte Auswertung der bayerischen Elterngeldstatistik vor dem Hintergrund der Bundesstatistik geplant. Zweitens ist eine quantitative Befragung von Vätern mit unter dreijährigen Kindern vorgesehen. In der Auswertung wird unterschieden zwischen Vätern im und nach dem Elterngeldbezug sowie als Kontrollgruppe Vätern ohne Elterngelderfahrung. Parallel dazu ist drittens eine qualitative Befragung von Vätern in Elternzeit im städtischen und ländlichen Raum sowie deren Partnerinnen in unterschiedlichen Milieus geplant. Erstmals in Deutschland wird diese Befragung als Längsschnittstudie mit zwei Befragungszeitpunkten (während der Elternzeit und danach) durchgeführt, um nachhaltige Effekte ermitteln zu können.

Gehörlos studieren in Bayern – Exploration des Forschungsfeldes aus Sicht inklusionsorientierter Hochschulen

Gehörlos studieren in Bayern – Exploration des Forschungsfeldes aus Sicht inklusionsorientierter Hochschulen

Projektleitung: Prof. Dr. Uta Benner, Prof. Dr. Clemens Dannenbeck

Projektmitarbeiterin: Carmen Böhm, Soziale Arbeit (M.A.)

Projektdauer: 01.05.2017 - 28.02.2019

Projektfinanzierung: Bayerischer Landtag

Hintergrund des Projektes   
Mit Inkrafttreten des Bundesgleichstellungsgesetztes (BGG) 2002 fand die deutsche Gebärdensprache (DGS) erstmals Anerkennung als eigenständige Sprache vor dem Gesetz (§ 6). Wenige Jahre später wurde die Gebärdensprache als der Lautsprache gleichwertiges Kommunikationsmittel auch international bestätigt (vgl. UN-BRK, Art 2). Darüber hinaus sollen das Erlernen der Gebärdensprache und die Entwicklung der sprachlichen Identität der Gehörlosen staatlich gefördert werden, nicht zuletzt um diese darin zu unterstützen, ihr Recht auf Teilhabe an Bildung umzusetzen (vgl. UN-BRK, Art 24). Mit Start des Programms „Bayern barrierefrei 2023“ im November 2013 erklärt auch der Freistaat Bayern das Ziel, das Handlungsfeld „Bildung“ barrierefrei zu gestalten (vgl. ebd. 2014). Die Notwendigkeit dieser Übereinkommen und Programme zeigt sich an den geringen Studierendenzahlen von Menschen mit Behinderung, die 8% aller Studierenden in Deutschland ausmachen (vgl. DSW 2012). Die Vorstudie, gefördert durch den Bayerischen Landtag, verfolgt das Ziel, die spezifische Situation gehörloser Menschen in Bayern und die Ihnen zur Verfügung stehenden nachschulischen und insbesondere akademischen Bildungsmöglichkeiten zu eruieren.

Ziel
Das Projekt ist im Kontext des Forschungs- und Praxisverbunds „Inklusion an  Hochschulen und barrierefreies Bayern“ angesiedelt, an dem sich insgesamt sechs Partnerhochschulen und Universitäten mit dem Ziel beteiligen, inklusionsorientierte Prozesse zusammenzuführen und zu begleiten, praxisorientierte Forschung auszubauen, neue Lehrformen zu entwickeln und Handlungsempfehlungen auszusprechen. Das Teilprojekt der HAW verfolgt in diesem Kontext das Ziel, die derzeitige Bildungssituation gehörloser Menschen in Bayern zu beleuchten. Aus dem Projekt sollen konkrete Materialien gewonnen werden, die die Studiensituation für gehörlose und schwerhörige Menschen durch Aufklärung und Information der hörenden Hochschulangehörigen verbessern sollen.     
Forschungsverbund:
https://www.uni-wuerzburg.de/inklusive_hochschule_und_barrierefreies_bayern/startseite/

Untersuchungsdesign des Projektes    
In den ersten drei Monaten der Projektlaufzeit wird der Forschungsstand zu nachschulischen Bildungsmöglichkeiten von gehörlosen Menschen in Deutschland aufbereitet. Parallel dazu wird die erste qualitative Erhebung mittels biographisch-narrativen Interviews vorbereitet und in den daran anschließenden drei Monaten durchgeführt. Hierzu werden zwei Expert*innengruppen – gehörlose Studierende und Alumni – zu ihren spezifischen Erfahrungen im Bereich Hochschulbildung befragt. Die in Laut- und Gebärdensprache geführten Interviews werden anschließend in einem zweistufigen Verfahren verschriftlicht und anonymisiert und abschließend mittels kontrastiver Fallrekonstruktion (vgl. Fischer-Rosenthal & Rosenthal 1997; Sieder 1998) ausgewertet. Dabei leitet die Auswertung die Frage an, wie die akademischen Bildungserfahrungen in die Biographien der Befragten eingebettet sind.
Auf Basis erster Ergebnisse wurde das Sample erweitert (n=15). Hierzu wurden erneut narrativ-biographische Interviews mit gehörlosen Menschen geführt, die ein Studium vorzeitig beendet oder trotz des Wunsches kein Studium aufgenommen haben. Diese zweite Erhebung wird im Juli 2018 abgeschlossen, anschließend werden die Interviews fallrekonstruktiv ausgewertet und fließen gemeinsam mit den Ergebnissen der Erhebung I in die Ergebnisdarstellung ein.
Der Austausch mit der Gehörlosengemeinschaft in Bayern hat für das Projekt einen hohen Stellenwert, um Projektvorhaben, Ergebnisse und Bedarfe transparent zu kommunizieren und praktische Beteiligung und Veränderungen zu ermöglichen. Hierzu wird das Forschungsprojekt von Prof. Uta Benner im Gehörlosenverband München und Umland e.V. der gehörlosen Öffentlichkeit vorgestellt. Zudem werden Materialien, die aus den Projektergebnissen erarbeitet werden und sich an inklusionsorientierte Hochschulen und ihre Mitarbeiter*innen richten, gemeinsam mit Interessenvertreter*innen gehörloser Studierender diskutiert.
Die Forschungsergebnisse des Projektes „Gehörlos studieren in Bayern“ sowie der beteiligten Projektpartner*innen im Forschungsverbund „Inklusion an Hochschulen und barrierefreies Bayern“ werden am 28. und 29. Mai 2019 in München vorgestellt.

Demokratie – Partizipation – Vielfalt. Frauen in der Kommunalpolitik im ländlichen Raum (FRIDA)

Demokratie – Partizipation – Vielfalt. Frauen in der Kommunalpolitik im ländlichen Raum (FRIDA)

Projektleitung: Prof. Dr. Barbara Thiessen

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Mina Mittertrainer, M.A.

Projektdauer: 01.10.2018 - 30.09.2022

Projektfinanzierung: Bayrisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kundst, 250.000 EUR

Hintergund des Projektes:
Das Forschungsprojekt „Demokratie – Partizipation – Vielfalt. Frauen in der Kommunalpolitik im ländlichen Raum (FRIDA)“ ist eines von insgesamt elf Teilprojekten im Bayerischen Forschungsverbund „Zukunft der Demokratie“ (ForDemocracy).

Das Projekt FRIDA macht sich die Stärkung von Demokratie durch eine gleichberechtigtere Teilhabe von Frauen vielfältiger sozialer und kultureller Herkunft an Kommunalpolitik zur Aufgabe. So sind gerade Frauen in Familienverantwortung, mit geringer Qualifikation oder mit Migrationsgeschichte selten in kommunalpolitischen Ämtern vertreten.

Mit einem Fokus auf Bayern als das bundesweite Schlusslicht geschlechtergerechter Partizipation ist das Projekt folgendermaßen gegliedert: In einem ersten Schritt werden Ursachen für die mangelnde Beteiligung von Frauen an kommunalpolitischen Ämtern und Gremien sowohl auf Basis bereits bestehender Literatur wie auch durch eigene Erhebungen herausgearbeitet. Anschließend werden konkrete Maßnahmen zur Motivation junger Frauen und Frauen vielfältiger sozialer und kultureller Herkunft für kommunalpolitisches Engagement entwickelt, erprobt und evaluiert – diese umfassen beispielsweise Beiräte für junge Frauen an Gleichstellungsstellen, Mentoringkonzepte und Kontakte zur offenen Jugendarbeit sowie zu Mütterkreisen. Dabei werden theoretische Konzepte von Selbstwirksamkeit und Empowerment weiterentwickelt und in die Praxis eingebracht. Die Ergebnisse werden in Form einer Handreichung mit spezifischen Handlungsempfehlungen für Kommunal- und Frauenpolitik zur Verfügung gestellt.

Forschungsgruppe "Kinderschutz in Institutionen"

SHELTER

SHELTER (Safety & Help for Early adverse Life events and Traumatic Experiences in minor Refugees)

Projektleitung am Standort Landshut
Prof. Dr. Mechthild Wolff

Projektmitarbeiterin
Meike Kampert

Verbundpartner

  • Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm

         Prof. Dr. Jörg M. Fegert

  • Universität Bielefeld

         Prof. Dr. Frank Neuner

  • Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Klinikum im Friedrichshain, Berlin

         Prof. Dr. Michael Kölch

  • Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik, Hildesheim

         Prof. Dr. Wolfgang Schröer

Laufzeit

01.10.2016-31.09.2019

Projektstart

Drittmittelprojekt in der Fördermaßnahme: Digitalen Medien in der beruflichen Bildung

Bundesministerium für Bildung und Forschung


 



Kurzbeschreibung

Ziel des im BMBF- Förderprogramm "Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ verorteten Verbundvorhabens der Universität Bielefeld, der Universität Hildesheim, der Hochschule Landshut und des Universitätsklinikums Ulm, ist die Entwicklung eines E-Learning Curriculums zur (Weiter-)Qualifikation von Fachkräften, die für die Betreuung und Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen verantwortlich sind.

Das E-learning Curriculum untergliedert sich in drei Online-Kurse, die Fachpersonen, aber auch Ehrenamtliche, informieren und qualifizieren sollen, (1) junge Flüchtlinge bei der Bearbeitung von traumatischen Erfahrungen und psychischen Belastungen zu unterstützen, (2) mit selbst- und fremdgefährdenden Verhalten der jungen Flüchtlinge adäquat umzugehen und (3) Schutzkonzepte in Organisationen zu entwickeln, die junge Geflüchtete betreuen. Die Kurserstellung wird von einem Forschungsdesign begleitet, in dem der Kompetenzerwerb durch die Kursbearbeitung erfasst und evaluiert wird.

Wissenschaftliche Projektleiterin des Teilprojekts „Online-Kurs 3: Schutzkonzepte für Organisationen, die Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrungen betreuen“ seitens der HAW ist Frau Prof. Dr. Mechthild Wolff.

Weitere Informationen zum Projektvorhaben und den Online-Kursen finden Sie auf der Projekthomepage.

Wenn Sie an einem der drei Online-Kurse als Testperson teilnehmen möchten, können Sie sich zudem bis zum 18.06.2018 in eine InteressentInnenliste eintragen. Kursstart ist im Juli 2018!

 

 

FosterCare

FosterCare

FosterCare - PflegeFamilien als Orte sicherer Teilhabe von Kindern und Jugendlichen und Entwicklung von Schutzkonzepten zur Stärkung persönlicher Rechte von Kindern, Jugendlichen und Careleavern.

Kurztitel: FosterCare – Rechte stärken. Beteiligen. Schützen. Junge Menschen in Pflegefamilien.

Interdisziplinäres Forschungsprojekt

Projektleitung in Landshut
Prof. Dr. Mechthild Wolff

Projektmitarbeiterinnen
Meike Kampert, Pädagogin M.A.
Kirsten Röseler, Sozialarbeiterin B.A.

Verbundpartner

Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim
Prof. Dr. Ute Ziegenhain, Universitätsklinikum Ulm
Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Universitätsklinikum Ulm

Projektart
Drittmittelprojekt der Förderlinie „Forschung zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in pädagogischen Kontexten“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) (FKZ: 01SR1702C)



Projektdauer

01.02.2018 – 31.12.2020

Projektbeschreibung
In der internationalen Fachdiskussion gibt es einen vergleichsweisen breiten Diskurs zu Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien. Dies ist nicht zuletzt in der Dominanz begründet, die diese Hilfeform im Ausland gegenüber anderen Arten der Fremdunterbringung einnimmt. In Deutschland ist der Bereich der Pflegekinderhilfe in Bezug auf mögliche Risiken für junge Menschen hingegen wenig erforscht: Eine Fachdiskussion und systematische Analyse von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Pflegekinderhilfe hat bisher noch nicht stattgefunden.
Entsprechend sind auch Schutzkonzepte im Pflegekinderwesen nur in Ansätzen entwickelt. Diese Lücke wird mit dem Verbundprojekt FosterCare geschlossen.

Ziel dieses interdisziplinären Verbundprojektes ist es, Handlungsempfehlungen für Schutzkonzepte aus der Perspektive der persönlichen Rechte von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln und dadurch die Position von Pflegekindern und Careleavern zu stärken. Dazu wird eine Hotline für Kinder, Jugendliche und Careleaver, die in Pflegefamilien leben oder aufgewachsen sind, geschaltet und erprobt sowie eine App entwickelt. Junge Menschen aus Pflegefamilien sollen damit die Möglichkeit erhalten, ihre Erfahrungen zu äußern und bei Bedarf mit entsprechenden Beratungsstellen in Kontakt gebracht zu werden. Weiterhin werden auch Gruppendiskussionen mit Pflegekindern bzw. Careleavern, Pflegeeltern und Fachkräften in der Pflegekinderhilfe geführt, um Alltagserfahrungen in der Unterstützung und Ansätze guter Praxis zu erforschen. Durch eine zusätzliche Recherche wird erkundet, welche expliziten oder impliziten Schutzkonzepte bereits gegenwärtig in der Pflegekinderhilfe und den fachlichen Infrastrukturen von Pflegefamilien Anwendung finden. Mit fachpolitisch relevanten Schlüsselpersonen werden letztlich Handlungsempfehlungen erarbeitet und aus allen Erkenntnissen und Ergebnissen Fortbildungsmaterialien erstellt.

Den Flyer des Projekts mit sämtlichen Informationen finden Sie hier.

 

 

SchutzNorm

SchutzNorm - Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit - Normalitätskonstruktionen von Gewalt und Sexualität unter Jugendlichen

SchutzNorm - Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit - Normalitätskon-struktionen von Gewalt und Sexualität unter Jugendlichen

Interdisziplinäres Forschungsprojekt

Projektleitung in Landshut
Prof.´in Dr. Mechthild Wolff

Projektmitarbeiterin
Sonja Riedl

Verbundpartner


Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Prof.´in Dr. Anja Henningsen – Projektleitung
Veronika Winter – wissenschaftliche Mitarbeiterin
Institut für Pädagogik


Stiftung Universität Hildesheim
Prof. Dr. Wolfgang Schröer – Projektleitung
Tanja Rusack – wissenschaftliche Mitarbeiterin
Institut für Sozial- und Organisationspädagogik



Universität Kasse
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Prof.’in Dr. Elisabeth Tuider – Projektleitung
Alina M. Schmitz – wissenschaftliche Mitarbeiterin
Soziologie der Diversität

Projektart
Drittmittelprojekt der Förderlinie „Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in pädagogischen Kontexten“, gefördert vom BMBF (FKZ 01SR1701D)

Projektdauer

01.07.2018 – 30.06.2021

Kurzbeschreibung
Schutzkonzepte zur Sicherstellung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Kinder- und Jugendarbeit knüpfen bisher kaum an dem „Normalitätsverständnis“ von Sexualität und Gewalt von Kindern und Jugendlichen an. Darum ist es das Anliegen des Verbundvorhabens, die Sichtweisen der Jugendlichen und ihre eigene Definition von „Normalität“ im Kontext von Sexualität und Gewalt zu erheben und in Schutzkonzepte einfließen zu lassen.

Im Rahmen des Verbundvorhabens nehmen WissenschaftlerInnen an den vier Projektstandorten gemeinsam mit je einem Praxispartner folgende Handlungsfelder näher in den Blick: Kiel: Jugendsozialarbeit; Kassel: internationale Jugendarbeit; Hildesheim: offene Kinder- und Jugendarbeit; Landshut: Jugendverbandsarbeit.

Forschungsleitend werden u.a. die Fragen sein, wie Jugendliche mit Sexualität und der Verletzung persönlicher Grenzen in der Peer Community umgehen und welche Maßnahmen es zum Schutz von Jugendlichen gibt. Zudem wird hinterfragt, was im jeweiligen Handlungsfeld der Kinder- und Jugendarbeit unternom-men wird, um Risiken unter Jugendlichen proaktiv anzusprechen Hierfür wer-den die Forschenden in einem partizipativen Ansatz gemeinsam mit Jugendlichen die Forschungsinstrumente und Methoden entwickeln.

Als Resultat aus den Forschungsergebnissen wird eine Broschüre von und für Jugendliche zum Umgang mit Sexualität und Gewalt entstehen. Zudem ist eine Jugendkonferenz geplant, bei der die Ergebnisse aller Erhebungen (Online-Befragung, peer-to-peer-Erhebung, Dokumentenanalyse) vorgestellt und mit in-teressierten Jugendlichen und Fachkräften diskutiert werden. Auf dieser Basis werden Handlungsempfehlungen für die Jugendsozialarbeit, internationale Jugendarbeit, offene Kinder- und Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit erarbeitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abgeschlossene Projekte

DemConLA - Demenz Context Landshut

Entwicklung eines integrierten Konzepts zur Beratung und Unterstützung von Angehörigen Demenzkranker in der lokalen Community

Projektleitung Prof. Dr. phil. habil. Hubert Beste

ProjektmitarbeiterIn Dimitrios Zagoudis, B.A. Sociology & Anja Wiest, B.A. Social Work

Projektdauer 01.07.2012 - 30.06.2015

Projektfinanzierung BMBF-Forschungsprojekt im Rahmen der Förderlinie SILQUA-FH 2012

Logo_BMBF

 

 

 

Landshut goes gender (Professorinnenprogramm I)

Eine gendersensible Untersuchung der Studien- und Berufsorientierung an der Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule


Projektleitung

Prof. Dr. Barbara Thiessen

Projektbearbeitung
Dr. Inken Tremel
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Nicole Smolin
Studentische Mitarbeiterin

Elisabeth Sommer
Studentische Mitarbeiterin

Projektdauer
Mai 2011 bis Dezember 2013

Projektfinanzierung
Professorinnen-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Logo_BMBF       Logo_DLR

 

Hintergrund des Projekts
Ausgangspunkt des Forschungsprojektes ist die gendertypische Studienwahl, die sich an der Hochschule Landshut zuspitzt: Während weibliche Studierende im Wintersemester 2011/2012 in den Fakultäten Maschinenbau nur mit 4,8%, in der Fakultät Informatik nur mit 15% und an der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurswesen nur mit 18,5% beteiligt sind, fehlen in der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Soziale Arbeit die Männer, die hier nur einen Anteil von 15% haben.  

Studierendenstatistik_WS_11_12

Untersuchungsdesign des Projekts
Um diesem Missverhältnis gegenzusteuern, wird die Schnittstelle zwischen Schule und Studium, also die Phase der konkreten beruflichen Orientierung, untersucht. Dazu werden auf Seiten der Hochschule die Informationsveranstaltungen für Studierende, Angebote zur Studienberatung, die Außendarstellung der Hochschule, aber auch die Gendersensibilität der Lehrenden betrachtet. Auf der anderen Seite sind an den drei Landshuter Gymnasien Gruppendiskussionen mit Lehrkräften, teilnehmende Unterrichtsbeobachtung und schriftliche Befragungen der Schülerinnen und Schüler geplant. Hier soll untersucht werden, inwieweit die berufs- und studienorientierenden Unterrichtseinheiten (BuS, P-Seminare) in der gymnasialen Oberstufe gendersensibel sind, also gerade auch auf genderuntypische Berufsbereiche aufmerksam machen.

Folie_Projektdesign

Ziel des Projektes
Das Projekt soll dazu beitragen, deutlich mehr Schülerinnen und Schüler für eine genderuntypische Studienwahl zu gewinnen.

Armutsbericht Stadt Landshut 2013

Projektleitung: Prof. Dr. Hubert Beste

Projektmitarbeiter:
Anja Wiest, B.A. Sozialpädagogin,
Dimitrios Zagoudis, B.A. Soziologe, Diplom-Sozialpädagoge

Projektlaufzeit: Januar 2011 bis Dezember 2013

Armutsbericht Stadt Landshut 2013

Safer Places

Safer Places - Sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen im Kontext der Jugend(verbands)arbeit und im Sport

Projektleitung am Standort Landshut
Prof. Dr. Mechthild Wolff

Projektmitarbeiter
Tobias Norys, Dipl.-Soziologe (univ.)

Verbundpartner

Prof. Dr. Elisabeth Tuider (Projektleitung),
Mart Busche (Projektkoordination),
Daniela Krollpfeiffer (wissenschaftliche Mitarbeiterin)


Prof. Dr. Wolfgang Schröer

Tanja Rusack, Sophie Domann (wissenschaftliche Mitarbeiterinnen)

Projektart

Drittmittelprojekt Förderrichtlinie „Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten“, gefördert vom BMBF (FKZ 01SR1214)

Laufzeit
01.08.2013-31.07.2016


Projektbeschreibung
Das Verbundvorhaben lenkt den Fokus auf die sexualisierten Gewaltverhältnisse unter Jugendlichen in der Jugend- und Jugendverbandsarbeit. Ziel ist es aufzuzeigen, was Jugendliche als eine Missachtung ihrer persönlichen Grenzen erleben und in welcher Form diese sexualisierte Grenzüberschreitung zum Ausdruck gebracht wird. Darüber hinaus soll untersucht werden, in welchen unterschiedlichen organisationalen Kontexten Jugendliche sexualisierte Gewalterfahrungen machen und wie die Pädagoginnen und Pädagogen in der Jugend- und Jugendverbandsarbeit darauf reagieren. Mittels einer deutschlandweiten Befragung werden die Wahrnehmungen, Erfahrungen und Einschätzungen der Jugendlichen diesbezüglich erhoben. An diese Erhebung schließen sich erzählgenerierende Tiefeninterviews mit ausgewählten Jugendlichen an und es werden Expertinnen und Experten befragt, die in den von den Jugendlichen benannten pädagogischen Feldern arbeiten. Daraus sollen handlungsleitende Impulse für die Interventions- und Präventionsarbeit abgeleitet werden. Die Besonderheit des Praxistransfers besteht in einem beteiligungsorientierten Entwicklungs- und Implementationsprozess mit den Fachkräften und Jugendlichen.

Auf der Projekt-Homepage finden Sie weitere Informationen zum Forschungsvorhaben.

www.safer-places.de

"Ich bin sicher!"

Schutzkonzepte aus der Sicht von Jugendlichen und Betreuungspersonen

Projektleitung in Landshut
Prof. Dr. Mechthild Wolff

Projektmitarbeiterin
Meike Kampert, Pädagogin M.A.

Verbundpartner

Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Stiftung Universität Hildesheim

Prof. Dr. Jörg M. Fegert,Universitätsklinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie



Projektart

Drittmittelprojekt Förderrichtlinie „Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten“, gefördert vom BMBF (FKZ 01SR1215)


Projektdauer
01.07.2013 – 30.06.2016


Hintergrund des Projekts
In der Diskussion um besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt in Institutionen, ist im September 2013 das durch das BMBF geförderte Verbundprojekt „Ich bin sicher! - Schutzkonzepte aus der Sicht von Jugendlichen und Betreuungspersonen“  in Landshut gestartet. Das Forschungsvorhaben ist im Sonderforschungsbereich „Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in pädagogischen Kontexten“ angesiedelt und wurde auf Empfehlung des „Runden Tisches sexueller Kindesmissbrauch“ ins Leben gerufen.


Hintergrund des Projekts sind die in den letzten Jahren deutschlandweit bekanntgewordenen (sexuellen) Missbrauchsskandale in Internaten und kirchlichen Einrichtungen. Die Aufdeckung dieser Missbrauchsfälle entfachte nicht nur eine große öffentliche (Fach)Debatte, sondern führte u.a. auch zur Einrichtung des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ sowie zu gesetzlichen Neufassungen (z.B. Bundeskinderschutzgesetz, Einführung von § 72 a in das Kinder- und Jugendhilfegesetz).  All diese Neuerungen fordern bzw. fördern nun Prozesse in den pädagogischen Einrichtungen; nämlich die Ergreifung von Maßnahmen zur Entwicklung und Etablierung von Standards bzw. Schutzkonzepten zur Verhinderung von sexuellen Übergriffen.


Zahlreiche Dachorganisationen, Träger und Verbände sind diesen Forderungen nach Schutzkonzepten bereits nachgekommen bzw. bemühen sich um deren Umsetzung (vgl. Ergebnisse des Monitoring 2012/13 des UBSKM). Die entsprechenden neuen Rahmenbedingungen, Vorgehensweisen und präventiven Leitlinien der Schutzkonzepte werden dabei jedoch häufig hierarchisch sowie organisations- und professionspolitisch entwickelt und von der Leitungsebene „top down“ vorgeben. Was bei den Adressaten - d.h. den Kindern, Jugendlichen und Betreuungspersonen - tatsächlich ankommt, ist hingegen bis dato weitgehend unerforscht.


Um genau diese Forschungslücke zu schließen, steht die Adressatenperspektive im Forschungsmittelpunkt von „Ich bin sicher!“. Das bedeutet, im Fokus der Studie stehen ganz bewusst  Kinder und Jugendlichen sowie ihre Betreuungspersonen, denn sie bilden den Personen- bzw. Adressatenkreis, den die auf Träger- und Leitungsebene entwickelten Schutzkonzepte erreichen und nutzen sollen. Folgerichtig sind sie auch die Experten/Innen vor Ort (und nicht Personen auf Führungs- und Leitungsebene), die es zu befragen gilt, um wichtige und handlungsweisende Auskünfte über die Wahrnehmung, Wirkung und Umsetzung von institutionellen Schutzkonzepten in der Praxis zu erhalten.


Ziel des Projekts
Ziel dieser empirischen Studie ist es somit, die subjektiven Wahrnehmungen und Deutungsmuster von Kindern, Jugendlichen und deren Betreuungspersonen hinsichtlich sexualisierter Gewalt sowie Schutzkonzepten in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Internaten, Kliniken und Kurkliniken zu erfassen. Hierzu wird mittels „bottom-up“ Vorgehens bei der Zielgruppe der Stand der Umsetzung von Schutzmaßnahmen, von Anforderungen und hilfreichen Faktoren erhoben und wissenschaftlich ausgewertet. Zudem werden dabei personale Faktoren (v.a. Ressourcen und Belastungsfaktoren) mit erfasst, da wirksame Schutzkonzepte diesen personalen Voraussetzungen bei der Umsetzung Rechnung tragen. Darüber hinaus ist von Forschungsinteresse, welche informellen Schutzmechanismen die Heranwachsenden (untereinander) nutzen und welche Bedürfnisse, Ideen und Wünsche sie im Hinblick auf verbesserten Schutz vor sexueller Gewalt und der Etablierung einer „Kultur des Hinsehens“ in Institutionen äußern.


Die Ergebnisse sollen schließlich der Erarbeitung eines bottom-up Ansatzes dienen bzw. der Konzipierung von Anforderungsprofilen und Handlungskonzepten für die Nutzung und weitere Entwicklung in der institutionellen Praxis.

Untersuchungsdesign des Projekts
Die geplante Stichprobe des Forschungsvorhabens setzt sich insgesamt aus ca. 1000 Kindern/Jugendlichen (11-18 Jahre) sowie ca. 450 Betreuungspersonen zusammen, die bundesweit in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Internaten oder (Kur-)Kliniken betreut werden bzw. dort beruflich tätig sind. Zur Datenerhebung werden zwei Onlinebefragungen sowie 30 Gruppendiskussionen durchgeführt. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden anschließend gemeinsam mit  Mitgliedern der Zielgruppen sowie Policy Makern und Fachvertreter/innen im Rahmen von drei Expertenworkshops diskutiert. Die Gesamtresultate münden schließlich in der Erstellung eines Arbeitsbuches/„Werkbuches“ mit vielen Praxisbeispielen, Konzepten und Umsetzungsstrategien sowie einer interaktiven Homepage für Kinder und Jugendliche.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt unter www.projekt-ichbinsicher.de

Beteiligungsmöglichkeiten in der Heimerziehung im Freistaat Bayern

Projektleitung: Prof. Dr. Mechthild Wolff

Mitarbeiter: Jan Thoma van Calker

Projektdauer: 10.06.2015 - 31.12.2016

Befragt werden Jugendlichen in bayrischen Heimen und Jugendwohngruppen zu ihren Beteiligungserfahrungen im Alltag sowie zu den Erfahrungen mit dem Landesheimrat Bayern.

Projektfinanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Softwareerprobung für den Vermittlungsprozess von GebärdensprachdolmetscherInnen in Bayern

Wissenschaftliche Begleitung und Koordination der Erprobung einer Software für den Vermittlungsprozess von GebärdensprachdolmetscherInnen in Bayern

Projektleitung: Prof. Dr. Uta Benner, Prof. Dr. Clemens Dannenbeck

Projektmitarbeiterin: Carmen Böhm, Sozialpädagogin (B.A.)

Projektdauer: 01.03.2015-31.08.2016

Projektfinanzierung: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Hintergrund des Projektes
Mit Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes (01.05.2002), bei dessen Erarbeitung erstmals Menschen mit Behinderungen beteiligt waren, fand die Deutsche Gebärdensprache (DGS) offiziell Anerkennung als eigenständige Sprache (§6 BGG) und garantiert gehörlosen Menschen seither einen Anspruch auf GebärdensprachdolmetscherInnen in der Kommunikation mit Bundesbehörden. Durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland (2009) wurde der menschenrechtliche Grundsatz der vollen und wirksamen Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft und ihre Einbeziehung in die Gesellschaft (Art. 3), unter besonderer Berücksichtigung eines breit gefassten Kommunikationsbegriffs erneut zur Richtlinie staatlichen Handelns.
Das bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration sieht vor diesem Hintergrund die fachliche Notwendigkeit, den Prozess bei der Vermittlung von GebärdensprachdolmetscherInnen zu optimieren. Dazu soll eine bereits entwickelte Software beitragen, deren Einsatz im Rahmen des Projekts an drei Vermittlungsstandorten in Bayern koordiniert und wissenschaftlich begleitet wird.
Die Hochschule Landshut entwickelt gegenwärtig einen Bachelor-Studiengang Gebärdensprachdolmetschen, der zum Wintersemester 2015/2015 beginnen wird. Für die wissenschaftliche Begleitung und Koordination der Softwareerprobung ergeben sich dadurch thematische wie fachliche Anknüpfungspunkte, die die Evaluation vielseitig bereichern.

Ziel
Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Modellprojekts sollen unter anderem praktische Erfahrungen aller AkteurInnen mit der Software untersucht, die KundInnenzufriedenheit erhoben, die Effizienz und Effektivität des Softwareeinsatzes geprüft und die allgemeine Akzeptanz der Software und des Vermittlungsverfahrens untersucht werden. Des Weiteren sollen Empfehlungen für den weiteren Praxiseinsatz der Software auf Grundlage der erhobenen Daten formuliert werden.

Untersuchungsdesign des Projektes
In den ersten drei Monaten der Projektlaufzeit wird der Softwareentwickler bei der Erstellung von Schulungsmaterial zur Verwendung der Software kooperativ unterstützt, außerdem werden die von ihm angebotenen Schulungen anhand quantitativer Verfahren evaluiert. Daten zu den Erfahrungen mit der bisherigen Vermittlungspraxis von GebärdensprachdolmetscherInnen werden mit Hilfe von leitfadengestützten ExpertInneninterviews erhoben, wozu an den drei Vermittlungsstandorten NutzerInnen, VermittlerInnen und DolmetscherInnen befragt werden.

Die eigentliche Durchführung der sozialwissenschaftlich gestützten Evaluation des Erprobungsprozesses an drei Vermittlungsstandorten gliedert sich in zwei Phasen und wird auf Grundlage quantitativer Methoden, insbesondere durch den Einsatz von Fragebögen, durchgeführt. Befragt werden auch in diesem Fall die oben genannten Gruppen der NutzerInnen, VermittlerInnen und DolmetscherInnen zu Themen wie der Zufriedenheit, Effektivität, Effizienz und Akzeptanz der Software. Dadurch soll die Software fachlich überprüft und qualitativ weiterentwickelt werden, um den Vermittlungsprozess von DolmetscherInnen zu optimieren. Nach Beendigung der für ein Jahr angesetzten Erprobungsphase der Software werden die erhobenen Daten ausgewertet, dokumentiert und in Form einer allgemeinen Empfehlung für den weiteren praktischen Einsatz der Software zusammengefasst.

ECQAT - E-Learning-Programm

ECQAT: Entwicklung eines vertiefenden E-Learning Curriculums zur ergänzenden Qualifikation in Traumapädagogik, Traumatherapie und Entwicklung von Schutzkonzepten und Analyse von Gefährdungsrisiken in Institutionen - Teilprojekt: Gefährdungsanalyse in Institutionen

Projektleitung in Landshut
Prof. Dr. Mechthild Wolff

Projektmitarbeiterin
Veronika Winter, Dipl. Pädagogin (univ.)

Verbundpartner
Prof. Dr. Frank Neuner, Universität Bielefeld
Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Stiftung Universität Hildesheim
Prof. Dr. Ute Ziegenhain, Dr. Anne-Katrin Künster, Universitätsklinikum Ulm
Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Universitätsklinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie

Projektart
Drittmittelprojekt Förderrichtlinie „Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten“, gefördert vom BMBF (FKZ 01SR1215)

Projektdauer
01.09 2014 – 31.08.2017


Hintergrund des Projektes

Die Auseinandersetzung des Runden Tisches der Bundesregierung zum Thema des sexuellen Missbrauchs hat einen erheblichen Aus-, Fort- und Weiterbildungsbedarf in pädagogischen Berufen und Heilberufen in diesem Bereich aufgezeigt.
Das E-Learning-Curriculum „Entwicklung eines vertiefenden E-Learning Curriculums zur ergänzenden Qualifikation in Traumapädagogik, Traumatherapie und Entwicklung von Schutzkonzepten und Analyse von Gefährdungsrisiken in Institutionen“ greift diesen Bedarf auf. Es bietet Berufsgruppen, die in Kontakt zu sexuell missbrauchten und/ oder multipel traumabelasteten Kindern stehen oder in Institutionen für den Schutz vor (sexueller) Traumatisierung verantwortlich sind, die Möglichkeit sich weiterzubilden. Durch das Online-Format wird dies zeitlich flexibel, ortsungebunden und praxisnah ermöglicht.  
Der Kurs „Gefährdungsanalysen“, der an der Hochschule Landshut entwickelt wird, wird in enger Kooperation und inhaltlicher Abstimmung mit der Universität Hildesheim erstellt. Dort wird am Aufbau des Kurses „Schutzkonzepte“ gearbeitet. Teilnehmende der beiden Kurse haben die Gelegenheit,  Wissen und Kompetenzen zu erwerben, um den institutionellen Kinderschutz in der eigenen Organisation zu verbessern und eine „Organisationskultur der Achtsamkeit“ zu etablieren. Sie werden im Kurs zur Durchführung von Gefährdungsanalysen und zur Entwicklung von Schutzkonzepten befähigt. Dafür wird ihnen Wissen vermittelt und sie werden zu Reflexionen angeregt, wie sie das Wissen umsetzen können. Die Wissenseinheiten sind so aufbereitet, dass es Fachkräften möglich wird, Wissen in der Praxis anzuwenden bzw. es als MultiplikatorInnen in die eigene Organisation zu tragen und den Entwicklungsprozess einer Gefährdungsanalyse und eines Schutzkonzeptes anzustoßen. Teilnehmende werden auch in den Lerneinheiten angeregt, sich mit persönlichen Grenzen und Umsetzungshürden auseinanderzusetzen.

Weitere Informationen zum Projektvorhaben befinden sich auf der Projekt-Homepage 

Zudem haben Sie die Möglichkeit sich in unsere Interessentenliste zur Test-Teilnahme an unserem E-Learning-Curriculum einzutragen. Unterstützen Sie die Entwicklung des Curriculums aktiv und tragen sich als Testperson ein.