Maximilian Pinkl (Ingenieurpädagogikstudent, 6. Semester)

Was hat Dich überzeugt, an der Hochschule Landshut zu studieren?

Es war eine spontane Entscheidung. Eigentlich wollte ich Lehramt studieren, bin aber durch ein Inserat in der Zeitung auf den – zu diesem Zeitpunkt neu eingeführten – Studiengang der Ingenieurpädagogik aufmerksam geworden. Außerdem dachte ich mir, dass die Hochschule Landshut  bestimmt kleiner und familiärer ist als eine Universität, in der normalerweise das Lehramtsstudium angeboten wird. Primär hat mich aber der Studiengang gereizt.

Warum hast Du Dich für den Studiengang Ingenieurpädagogik entschieden?

Weil ich nach diesem Studium die Freiheit habe, mich in verschiedene berufliche Richtungen zu entwickeln: Nach Abschluss des Studiums kann ich mit dem „Bachelor of Engineering“ als Ingenieur arbeiten. Es ist aber auch möglich, für den Master an die TU München zu gehen und sich dort für ein Lehramt an beruflichen Schulen zu qualifizieren. Wir haben mit der TU München sogar einen Kooperationsvertrag,  durch den wir unabhängig vom Numerus Clausus in den Master aufgenommen werden. Mittlerweile bin der festen Überzeugung, dass ich diese Option wahrnehme und Lehrer werde. Mir macht es einfach Spaß, mit Jugendlichen zu arbeiten. Das habe ich im Modul „Schulpraktische Studien“ bemerkt, in dessen Rahmen ich ein vierwöchiges Praktikum sowohl an der FOS/BOS als auch an einer Berufsschule absolvierte. Ich fand es genial, hinter die Kulissen zu schauen,  und habe auch selber zwei Stunden gehalten. Dabei bekam ich die Rückmeldung, dass ich bitte dranbleiben solle.  Ein weiterer Vorteil dieses Studiums ist für mich, dass wir im Jahrgang nur zwölf Leute sind und in Mathematik sogar nur zu sechst. Dadurch ist man auf jeden Fall die ganze Zeit dabei und muss sich vorbereiten, da man sonst blank vor dem Dozenten steht. Ich glaube, das ist einer der Hauptgründe, warum ich im Studium so fit bin.

Welche Bereiche Deines Studiums haben Dich bisher am meisten begeistert?

Mir gefällt die Mathematik allgemein sehr gut, da man mit ihr alles umschreiben kann. Die meisten Professionen benutzen sie zwar immer nur als Mittel zum Zweck, aber im Prinzip bauen ihre Fachrichtungen auf der Mathematik auf. Auch unsere Dozenten im Bereich interdisziplinäre Studien sind der Wahnsinn und sind selbst völlig vertieft in die Mathematik, weshalb es einfach Spaß macht von ihnen zu lernen. Eine in anderer Weise sehr bereichernde Erfahrung während meines Studiums war mein Praxissemester in China. Wir waren der erste Jahrgang der Fachrichtung Maschinenbau, der die Chance wahrnehmen durfte, an das „STIEI“ in Shanghai zu kommen. Dort haben wir die Aufgabe erhalten, einen 3D-Drucker zu bauen. Die Hochschule organisierte zwar Visum und Unterkunft, bei der Projektdurchführung vor Ort waren wir allerdings weitestgehend auf uns gestellt.  Insgesamt konnte ich aus den vier Monaten sehr viel mitnehmen und wurde gleichzeitig in meinen bis dahin erworbenen Kenntnissen bestätigt.

Womit verbringst Du Deine Zeit am Campus, wenn Du nicht gerade in Vorlesungen bist?

Ich bin als Fachschaftssprecher in den Fakultätsrat der Fakultät Interdisziplinäre Studien gewählt worden, was meine restliche Zeit an der Hochschule ziemlich in Anspruch nimmt. Die Position beinhaltet monatliche Zusammenkünfte von Dozierenden in der Fakultät. Ich vertrete dabei die Rolle der Studierenden gegenüber den Professorinnen und Professoren. In der Studierendenvertretung selbst bin ich zuständig für den Hochschulsport und für Fragen jeglicher Art von Studierenden. Das Planen von Abläufen macht mir Spaß und ich habe auch überhaupt kein Problem damit, irgendwo anzupacken und zu helfen. Wenn man also Lust hat, etwas zu verbessern, ist die StuV der perfekte Ort dafür. Auch die Dozentinnen und Dozenten respektieren meine Meinung und binden sie bei Neuerungen mit ein, was ich genial finde.

Was würdest Du Studienanfängerinnen und -anfängern der Ingenieurpädagogik raten?

  1. Nimm die Angebote am Campus wahr.
  2. Sei offen gegenüber Kommilitonen und Professoren - man kann zwar als Einzelkämpfer durchkommen, aber es macht definitiv weniger Spaß.
  3. Genieße Dein Studentenleben.


(Das Interview führte: Luisa Gruber)