Laura Spanner (Maschinenbaustudentin, 3. Semester)

Was hat Dich davon überzeugt, an der Hochschule Landshut zu studieren?

Schon mein Papa hat hier Maschinenbau studiert, und als ich das erste Mal am Campus war, habe ich mich sofort wohlgefühlt. Alles ist so nah beieinander, auch die familiäre Atmosphäre am Campus finde ich toll. Außerdem haben wir hier in Landshut eine große Forschungsabteilung für die Spezialisierung Leichtbau, was sehr selten ist.  

Warum hast Du Dich für den Studiengang Maschinenbau entschieden?

Ich habe zuerst zwei Semester Physik studiert und dabei bemerkt, dass mir der Studiengang viel zu theoretisch war und ich stattdessen gerne mehr Technikbezug sowohl in meinem Studium als auch im späteren Berufsleben haben möchte. So kam ich schließlich auf Maschinenbau. Die Arbeit mit Metall hat mich schon immer interessiert, weil das sowohl der Grundstoff für Maschinen, als auch für gefertigte Teile ist. Außerdem finde ich den Mix aus der technischen Mechanik, den Konstruktionsfächern und der Thermodynamik sehr spannend. Dazu haben wir aber auch einzelne Vorlesungen zu Informatik oder Betriebswirtschaftslehre, um sich im späteren Berufsleben mit anderen Abteilungen unterhalten zu können. Generell baut bei Maschinenbau über die Semester hinweg vieles aufeinander auf, was ich sehr gut finde. Das Studium an sich bekommt man auf jeden Fall hin, wenn man die Übungsstunden und Tutorien besucht und zwei bis drei Stunden am Tag die Vorlesungen nachbereitet.

Welche Bereiche Deines Studiums haben Dich bisher am meisten begeistert?

Die Veranstaltung „Grundlagen Fertigungstechnik“ bei Prof. Dr. Roeren fand ich toll. Das liegt zum einen am Dozenten, aber auch daran, dass ich die spanlose Fertigungstechnik sehr interessant finde. Es ist eine sehr lockere Vorlesung, in der wir über die Sachverhalte diskutieren. Dadurch nehme ich viel mit. Ich glaube, dass man mit Humor ein bisschen leichter lernt und dadurch viele Dinge besser hängen bleiben, als wenn man den Blick stur auf das Blatt gerichtet hält. Auch den Bereich der Festigkeitslehre finde ich spannend, weil darin sowohl Mathe als auch Physik und statische Berechnungen einfließen. Super finde ich auch, dass wir zu vielen Fächern Praktika haben, in welchen wir die Theorie praktisch umsetzen können. Im ersten Semester haben wir zum Beispiel ein Freistromventil gezeichnet, dass im Wasserkreislauf eines Hauses verwendet wird. Ein anderer spannender Versuch, den wir im Rahmen der Messtechnik-Vorlesung durchgeführt haben, war, die spezifische Wärmekapazität von einem Bauteil zu messen. Dazu werden Aluminium, Stahl und Kunststoff erhitzt, dann nimmt man sie aus dem Ofen und taucht sie in Eiswasser. Anschließend errechnet man aus verschiedenen gemessenen Größen die spezifische Wärmekapazität. Dieses Wissen ist notwendig, um die Überhitzung von Bauteilen zu berechnen.

Womit verbringst Du Deine Zeit am Campus, wenn Du nicht gerade in Vorlesungen bist?

Ich möchte während meines Studiums gerne die Studienbedingungen an der Hochschule Landshut verbessern. Aus diesem Grund engagiere ich mich in der StuV. Meine Tätigkeit besteht zum einen darin, die Rückmeldung von Studierenden an Professoren weiterzuleiten. Zum anderen versuche ich auch selbst etwas zu bewegen. Ich setze mich beispielsweise dafür ein, dass wir in der Fakultät Maschinenbau mehr Übungsstunden für die Fächer bekommen, in denen sie gebraucht werden. In solchen Fällen fungiere ich als Vermittlerin zum Dekan, der dann mit den Dozierenden spricht. Vieles geht einfach über Kommunikation. Außerdem bin ich für die Sitzungsleitung des Studentischen Konvents zuständig und bereite die Tagesordnung vor. Das heißt ich schaue, mit was wir uns überhaupt beschäftigen. Neben der StuV bin ich noch als Tutorin für Mathe tätig, weil ich damit selbst oft Probleme hatte. Ich finde aber, je länger man sich damit beschäftigt und je mehr Abstand man dazu bekommt, desto besser versteht man es.

Was würdest du Studienanfängerinnen und -anfängern in Maschinenbau raten?

  1. Bildet Lerngruppen
  2. Fragt bei Missverständnissen und Unverständnis unbedingt nach
  3. Traut euch, Mädels! Wir haben einen Frauenanteil von unter 10%. Ich bin aber der Meinung, dass Mädels Technik manchmal sogar noch besser verstehen als die Jungs, weil sie gewissenhafter arbeiten.

 

(Das Interview führte: Luisa Gruber)