Annika Richter (BWL-Studentin, dual, 4. Semester)

Was hat Dich überzeugt, an der Hochschule Landshut zu studieren?

Landshut bietet als eine der wenigen Hochschulen das duale Studium BWL mit dem Schwerpunkt Steuern an. Zudem hat sich die Kombination mit der Berufsschule 2 in Landshut, der Hochschule Landshut und dem Arbeitgeber einfach angeboten, da alles an einem Ort ist. Außerdem gefällt es mir, dass die Hochschule so klein und familiär ist. Dadurch sind in den Kursen zum Teil nur 20 Leute, wodurch man mehr Fragen stellen kann und die Professoren auch Zeit haben, wirklich mal auf jemanden einzugehen und Tipps zu geben. Ich finde einfach, dass man in einer kleinen Gruppe mehr lernt und die Vorlesungen besser verfolgen kann.

Warum hast Du Dich für das duale Studium BWL mit Schwerpunkt Steuern entschieden?

Wirtschaft und Mathe haben mich schon immer interessiert. Als ich dann im Berufsinformationszentrum einen Vortrag darüber gehört habe, war ich sofort überzeugt, und die Entscheidung für das duale Studium fiel mir leicht. Momentan arbeite ich einen Tag pro Woche bei Dr. Küffner und Partner GmbH in Landshut, was mir sehr viel Spaß macht. Außerdem hat mein Arbeitgeber Verständnis für das duale Studium und die stressige Prüfungszeit. Das BWL Studium alleine würde mich nicht genug fordern. Deshalb bin ich froh, mit dem dualen Studium eine angemessene Herausforderung für mich gefunden zu haben.

Welche Bereiche Deines Studiums haben Dich bisher am meisten begeistert?

An sich freue ich mich eher auf das sechste und siebte Semester,  weil ich dann die Schwerpunkte Steuern und Wirtschaftsprüfung belegen kann, und dieses Wissen mir auch für meine berufliche Tätigkeit viel bringen wird. Bisher hat mir besonders das Seminar zu der Software Datev gefallen,  da ich diese auch in der Arbeit verwende. Auch Wirtschafts-, Privat- und Arbeitsrecht fand ich sehr interessant. Bei der Arbeit mit dem Gesetz finde ich interessant zu sehen, wie unterschiedlich es ausgelegt werden kann, wenn man genauer darauf schaut.  Ansonsten hatten wir bis zum vierten Semester aber eher Grundlagenveranstaltungen.

Womit verbringst Du Deine Zeit am Campus, wenn Du nicht gerade in Vorlesungen bist?

Da ich in den ersten zwei Semestern einen Tag pro Woche Berufsschule hatte und einen Tag im Ausbildungsbetrieb gearbeitet habe, war ich nur drei Tage an der Hochschule und dann auch nur, um in Vorlesungen zu gehen. Besonders das zweite Semester war sehr stressig, weil ich die Abschlussprüfung zur Steuerfachangestellten im Mai und Juni hatte. Im Juli waren schon die Hochschulprüfungen. Es war zwar anfangs schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen, aber ich habe es geschafft. Mittlerweile bin ich im vierten Semester  und habe an drei Tagen Vorlesungen an der Hochschule. Donnerstags arbeite ich weiterhin in meinem Ausbildungsbetrieb und freitags habe ich frei. Mittlerweile habe ich auch ein bisschen Zeit, um ein paar Angebote am Campus, wie das alljährliche Sommerfest oder die 4-tägige Kulturfahrt nach Florenz, wahrzunehmen.
 
Was würdest Du Studienanfängerinnen und -anfängern eines dualen Studiums raten?

  1. Bewirb Dich frühzeitig, um einen Arbeitgeber zu finden, der Dich in diesen 4 Jahren unterstützt.
  2. Finde eine gute Balance zwischen Lernen, Arbeit, Studieren und Freizeit – ein durchdachtes Zeitmanagement kann hilfreich sein.
  3. Mach Dir selbst nicht zu viel Druck.


(Das Interview führte: Luisa Gruber)