Zweites An-Institut der Hochschule Landshut gegründet

Die Hochschule Landshut stärkt ihren Forschungsbereiche Nutzfahrzeugtechnik und nachhaltige Mobilität: Mit dem „Institut für angewandte Nutzfahrzeugforschung und Abgasanalytik" (BELICON) wurde bereits das zweite An-Institut der Hochschule aus der Taufe gehoben. BELICON steht für Begutachtungen zu Emissions- und Energiebilanzen im Lebenszyklus von Verkehrssystemen, Ingenieuer Consult.

Der Gründer, Prof. Dr. Ralph Pütz, hat an der Fakultät Maschinenbau die Professur für Nutzfahrzeugtechnik, Antriebs- und Getriebetechnik inne und forscht insbesondere im Bereich nachhaltiger Mobilität an Emissionsverbesserungen im Realbetrieb von Nutzfahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen sowie an zielführenden Systemansätzen für eine Elektromobilität im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Verteilerverkehr.

„Gerade vor dem Hintergrund forcierter ökologischer Anforderungen auch bei Nutzfahrzeugen und mobile Arbeitsmaschinen sowie der beschlossenen Ener-giewende verbunden mit dem Bekenntnis der Bundesregierung, Deutschland zum Leitanbieter von Elektromobilität zu etablieren, hat sich die Hochschule Landshut entschlossen, mit dem neuen An-Institut den Forschungsbereich nachhaltige Mobilität im Spektrum Nutzfahrzeuge weiter zu forcieren“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel anlässlich der Gründung.

Das Institut für angewandte Nutzfahrzeugforschung und Abgasanalytik (BELICON) an der Hochschule Landshut ist kompetenter Partner der internationalen Fahrzeug- und Zulieferindustrie sowie von Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern im Bereich nachhaltige Mobilität im Nutzfahrzeugbereich. Fundierte, langjährige Praxiserfahrung insbesondere im Bereich der Antriebs- und Kraftstofftechnik in Verbindung mit exzellenter Begleitforschung bilden eine ideale Basis für Entwicklungsprojekte und Beratung.

Emissionsanalysen im Realbetrieb von Nutzfahrzeugen und mobilen Arbeits-maschinen und daraus abgeleitete Maßnahmen zur Verbesserung des Emissi-onsverhaltens der Motoren in Abhängigkeit ihrer Einsatzcharakteristik sind eines der Kompetenzfelder des neuen An-Instituts. Kennfeldoptimierungen an Nutzfahrzeugmotoren zur optimalen Adaption an alternative Treibstoffe erweitern das Angebotsspektrum.

Ein anderes Kompetenzfeld ist die Entwicklung zielführender Systemansätze für eine Elektromobilität im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Vertei-lerverkehr in Abhängigkeit der individuellen Voraussetzungen vor Ort des Auftraggebers. Aussagekräftige Simulationsrechnungen bereiten Praxiseinsätze vor, die das An-Institut mit Energieverbrauchs- und Geräuschmessungen begleitet.   

„Bei unserer Arbeit stehen neben der ökologischen Integrität auch die ökonomischen Aspekte gleichberechtigt im Fokus, so dass wir uns stets an der Optimie-rung der Total Cost of Ownership in Abhängigkeit der identifizierten ökologi-schen Verbesserungen der Antriebstechnologien orientieren“, beschreibt der Gründer Prof. Dr. Ralph Pütz die Philosophie des An-Instituts. „Wir sind bekennende Systemdenker, die neben den Emissionen und Energieverbräuchen im Fahrbetrieb („Tank-to-Wheel“) auch die Kraftstoffvorketten („Well-to-Tank“) als auch die Einflüsse auf die Fahrzeugherstellung und deren Instandhaltung stets im Blick haben“.  

Durch die enge Verzahnung von Hochschule, Institut sowie OEMs und Verkehrsunternehmen/Kommunalen Aufgabenträgern entsteht für alle Beteiligte eine Win-Win-Situation.