Zurück zu den Wurzeln

Hochschul-Alumni und FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer zu Gast am Campus der Hochschule Landshut

Vor elf Jahren schloss Nicole Bauer, die seit 2017 für die FDP im Deutschen Bundestag sitzt, an der Hochschule Landshut ihr Studium des Wirtschaftsingenieurwesens mit Diplom ab. Ihre Abschlussarbeit betreute damals Prof. Dr. Fritz Pörnbacher, der am 15. März 2020 das Amt des Hochschulpräsidenten übernahm. Am Montag trafen sich beide wieder, um über Bundespolitik, die Hochschule und gemeinsame Ansatzpunkte zu sprechen.

„Die Hochschule liegt mir nicht nur als regionale Abgeordnete, sondern auch persönlich am Herzen“, betonte Bauer bei ihrem Antrittsbesuch. „Hier liegen meine Wurzeln. In Landshut wurden mir alle Werkzeuge an die Hand gegeben, die mir meine bisherige berufliche Laufbahn ermöglicht haben.“ Bauer, die unter anderem im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sitzt, möchte in der Hochschulpolitik künftig stärkere Akzente setzen. So ging es im Gespräch vor allem um mögliche Kooperationsprojekte.

Politik und Hochschule wollen sich gegenseitig unterstützen

Eines davon ist ein Wasserstoffenergietransferzentrum, das Bauer gerne in die Region Landshut holen würde. „Besonders mit dem technischen Forschungsbereich der Hochschule Landshut würden sich hier viele Kooperationsmöglichkeiten bieten“, so Bauer. Pörnbacher stimmte dem zu und griff in diesem Zusammenhang die Forschungsprojekte im Bereich regenerative Energien auf, die am Campus und vor allem am Technologiezentrum Energie der Hochschule Landshut in Ruhstorf a. d. Rott im Fokus stünden. Verantwortlich hierfür zeichnen sich Prof. Dr. Josef Hofmann, Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger und Prof. Dr. Raimund Brotsack.

Auch in den Bereichen Genderforschung, gesellschaftlicher Wandel und Diversität sehen Bauer und Pörnbacher eine wichtige Basis für einen intensiveren Austausch zwischen Hochschule und Politik. „Die Kolleginnen und Kollegen der Fakultät Soziale Arbeit genießen in der deutschen und internationalen Forschungslandschaft einen hervorragenden Ruf“, betonte Pörnbacher. Das zeige sich vor allem an den zahlreichen internationalen Fachkonferenzen, die regelmäßig am Campus oder mit Beteiligung Landshuter Dozierender stattfinden.

Hochschule als regionaler Attraktivitätsfaktor

Ein wichtiger Punkt des MdB-Besuchs war außerdem die Attraktivität des Hochschulstandorts Landshut, der laut Bauer nicht nur sichergestellt, sondern auch weiter ausgebaut werden sollte. „Für die Region Landshut hat die Hochschule einen unschätzbaren Wert“, betonte Bauer. Um Studierendenzahlen zu sichern und diese weiter auszubauen, umriss Pörnbacher die Hochschulstrategie für die kommenden Jahre. Diese beinhaltet neben den bald startenden Studiengängen Hebammenwesen, Ingenieurpsychologie sowie Systems Engineering und Management, weitere neue Studiengänge, die es bisher im näheren Umkreis noch nicht gibt. „Wir wollen den Studieninteressierten attraktive Studiengänge bieten, um uns auch perspektivisch im äußerst umkämpften Hochschulumfeld zu behaupten“, erklärte Pörnbacher.

Abschließend war auch die Corona-Pandemie Thema. Sowohl Bauer wie auch Pörnbacher sehen in der Krise enormes Potenzial für die Zukunft. „Die Digitalisierung hält mehr und mehr Einzug in unseren Alltag“, so Bauer. Das sei auch an der Hochschule zu spüren gewesen, bestätigte Pörnbacher. „In kürzester Zeit haben wir auf einen Digitalbetrieb, sowohl in der Verwaltung als auch im Forschungs- und Lehrbetrieb, umgestellt. Eine außerordentliche Leistung, die nicht zuletzt Wissenschaftsminister Bernd Sibler bei seinem Besuch am Campus als bayernweit vorbildlich lobte.“

Bauer und Pörnbacher waren sich am Ende des Gesprächs vor allem in einer Sache einig: Der Besuch der FDP-Abgeordneten an der Hochschule soll nicht einmalig bleiben. Beide Seiten wollen sich regelmäßig austauschen.

Foto: Hochschule Landshut

(frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)