Von Laserstrahlen und Ultraschall

Rückblick auf zwei Semester KinderUni an der Hochschule Landshut

Um etwas zu verstehen und zu lernen, muss man es am besten mit allen Sinnen begreifen. Darum geht es auch bei der KinderUni der Hochschule Landshut: Professoren aus unterschiedlichen Fachrichtungen erklärten Schülern aus Landshut in den vergangenen zwei Semestern, wie Laserstrahlen funktionieren oder warum man mit Licht Knochen im Körper sichtbar machen kann.

Prof. Dr. Eva Wunderer erklärte im Dezember rund 50 KinderUni-Studenten, dass ein Baby schon hören und schmecken kann, bevor es auf die Welt gekommen ist. Das Kind im Bauch kann man mit Hilfe von Ultraschall auch schon sehen. Wie medizinische Geräte durch die Haut in den Körper hineinschauen können, erklärte im Februar Prof. Dr. Stefanie Remmele. Sie spielte mit Playmobilfiguren durch, was passiert, wenn man sich einen Arm bricht. Die Medizintechnikerin erklärte spielerisch unter anderem, dass ein Röntgengerät nichts anderes macht, als Lichtstrahlung durch den Körper zu schicken – und weil ein Knochen weniger Strahlung durchlässt als ein Muskel, erscheint er auf dem Röntgenbild weiß und das andere Gewebe dunkler.

Lichtschwerter gibt es nicht – dafür leuchtende Essiggurken

Ebenfalls um Licht ging es im Mai bei Prof. Dr. Christian Faber. Er erklärte zu stimmungsvoller Star-Wars-Musik, dass Lichtschwerter tatsächlich nur in Hollywood-Filmen funktionieren. Denn Lichtstrahlen sieht man nicht, höchstens in Nebel oder Rauch werden sie sichtbar. Und sie haben keinen Widerstand, man kann also nicht mit ihnen kämpfen.

In der letzten Kindervorlesung des Semesters zeigten Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger und Chemielaborantin Andrea Sammereier, dass Chemie nicht nur aus trockenen Formeln besteht: Sie brachten beispielsweise Essiggurken zum Leuchten, indem sie das eingelegte Gemüse mit den Enden auf zwei Gabeln aufspießten und daran Strom anlegten. Den 130 Zuhörern gefiel besonders die „Zahnpasta für Elefanten“: Als Sammereier in einem großen Glaskolben drei Flüssigkeiten mischte, schoss ein dicker farbiger Strang aus Schaum in die Höhe. Bei dem Versuch reagiert Kaliumiodid mit Wasserstoffperoxid. Dabei entsteht in kurzer Zeit viel Sauerstoff, der – gemeinsam mit Spülmittel – die Schaumfontäne erzeugt. Ab Oktober sind neue Vorlesungen für Kinder an der Hochschule mit spannenden Themen aus Technik, Wirtschaft und Sozialem geplant: www.haw-landshut.de/kinderuni

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