Schlaue Köpfe in Scheuers Heimat

Bundestagsabgeordneter und vormaliger Bundesminister Andreas Scheuer ist auf Heimatbesuch. In seinem Wahlkreis Passau kam er gemeinsam mit seinem Parteikollegen Stefan Meyer an das Technologiezentrum Energie (TZE) in Ruhstorf an der Rott, eine Außenstelle der Hochschule Landshut, um sich über neueste Entwicklungen in der Energieforschung zu informieren

Professor Karl-Heinz Pettinger, wissenschaftlicher Leiter, und Dr. Reinhart Schwaiberger, Geschäftsführer des TZE, zeigten dem Bundesminister a.D. Scheuer und Landtagskandidaten Stefan Meyer Ende Oktober die Labore. Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten hier an umweltfreundlichen, kostengünstigen und effizienten Technologien für den Energiesektor. „Wasserstoff, Gase, Speicher, Batterien – alles Zukunft aus Ruhstorf“, staunte der Bundesminister.

Der erste Stopp führte die Politiker zur Elektrodenherstellung. Die Forscherinnen und Forscher testen unter anderem neue Methoden zur Herstellung von Komponenten für Lithium-Ionen Batterien, die wasserbasiert ungiftig und unschädlich für die Umwelt hergestellt werden können. Weiter ging es zum Park der Redox-Flow-Batterien. Flussbatterien verfügen über eine hohe Kapazität und sind dadurch gut als stationäre Speicher geeignet, allerdings laden und entladen sie vergleichsweise langsam.

Am TZE wird an der Hybridisierung mit Superkondensatoren geforscht, welche nur sehr geringe Energiemengen aufnehmen können, dafür aber sehr kurze Lade- und Entladezeiten haben – so entsteht ein System, das viel Energie schnell speichern und wieder abgeben kann. Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Herstellung von grünem Wasserstoff und erneuerbarem Erdgas aus biogenen Reststoffen. Milliarden Mikroorganismen wandeln Biomüll, Klärschlamm und andere Abfälle zu nutzbarem Biomethan, das in das vorhandene Gasnetz eingespeist werden kann.

„Bei meinem Update durch die jungen Wissenschaftler kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Ich bin stolz, dass in unserer Heimat Zukunft mit den schlausten Köpfen gemacht wird“, lobte Scheuer die Bedeutung des TZE.

Der Austausch mit der Politik ist für die Wissenschaft essentiell. „Nur durch technische Lösungen werden wir die Energiewende nicht schaffen“, so Professor Pettinger. „Wir benötigen auch die Unterstützung aus der Politik – daher freuen wir uns immer über die Diskussion mit Entscheidungsträgern, um unsere Arbeit vorzustellen.“ Und damit das gelingen kann, versprach Scheuer: „Das Zentrum werde ich weiter kräftig unterstützen.“

Fotos: TZE/Astrid Heindel