Qualität in grün

Zusatzqualifikation zum Six Sigma Green Belt

Erneut konnten an der Hochschule Landshut zwei Absolventen und eine Absolventin des Masterstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen zum Six Sigma Green Belt zertifiziert werden. Im Sommersemester 2019 erlangten Rebekka Kaufmann, Michael Förster und Gero Talkenberg ihre Zusatzqualifikation. Das macht sie zu angehenden Profis in der Prozessoptimierung

Zeit ist Geld: Deswegen gilt es in Unternehmen, Arbeitsprozesse und ihre Ergebnisse zu analysieren und zu optimieren. Six Sigma ist eine weltweit verbreitete Methode zur Optimierung von Produktions-, und Dienstleistungsprozessen; sie wird in den unterschiedlichsten Branchen, wie der Automobil-, der Pharma- und der Elektroindustrie, beispielsweise zur Ausschussreduzierung bzw. Qualitätssteigerung erfolgreich eingesetzt.

In der Six-Sigma-Organisation gibt es unterschiedliche Rollen, deren Namen aus dem japanischen Kampfsport stammen. Als Six Sigma Green Belt, wie sich die drei Zertifizierten jetzt nennen dürfen, ist man in der Lage, aufgrund der erworbenen Methodenkompetenz Optimierungsprojekte selbstständig zu leiten.


„Die Studierenden haben erst ein fundiertes Green-Belt-Training mit Abschlussprüfung bestanden. Danach haben sie die Six Sigma Methode praktisch angewendet und ein Prozessoptimierungsprojekt im industriellen Umfeld geleitet“, erklärt Prof. Dr. Thomas Faldum von der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen. Die Absolventen haben den praktischen Teil als Masterarbeit in mittelständischen und Großunternehmen umgesetzt. Dort haben sie geholfen, die Qualität von Produkten und Prüfprozessen zu steigern und auch Arbeitsabläufe optimiert.
Rebekka Kaufmann führte eine Prozessoptimierung bei Rohde & Schwarz im Werk Teisnach durch, Michael Förster und Gero Talkenberg absolvierten ihr Projekt jeweils bei der BMW Group im Werk Landshut. Die Themen erstreckten sich von der Optimierung eines Planungsprozesses bei der Herstellung von Trägern elektronischer Bauteile über die Effizienzsteigerung an einer Fertigungslinie durch Optimierung des Wertstromes und Reduktion der Durchlaufzeit bis hin zur Optimierung des Einsatzes von Werkzeugen im Umfeld von Industrie 4.0.

Zur Analyse der Prozesse wurden unterschiedliche Tools aus dem „Six-Sigma-Werkzeugkasten“ inklusive statistischer Auswertungen genutzt. Basierend auf den Ergebnissen dieser Prozessanalysen konnten schließlich Handlungsempfehlungen entworfen und umgesetzt werden.

Die Zusatzqualifikation kann an der Hochschule Landshut in der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen in den Masterstudiengängen Wirtschaftsingenieurwesen, Bordnetzentwicklung und Prozessmanagement & Ressourceneffizienz erworben werden. Derzeit befinden sich weitere Master-Studierende bei Prof. Dr. Faldum in der Zertifizierungsphase.

Die Hochschule Landshut ist eine von sieben Universitäten bzw. Hochschulen in Deutschland, die eine Zertifizierung nach den Qualitätsstandards des European Six Sigma Clubs Deutschland e.V. mit entsprechendem Markennutzungsrecht anbietet.


Foto: Hochschule Landshut
(frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)