Netzwerk Medizintechnik an der Hochschule Landshut feiert Geburtstag

Vor einem Jahr wurde das Netzwerk Medizintechnik an der Hochschule aus der Taufe gehoben. Das Branchennetzwerk verbindet die Hochschule und Unternehmen, um neue Lösungen für Herausforderungen der Bereiche Medizin und Technik zu finden und deren Umsetzung zu ermöglichen. Netzwerkmitglieder, sowie weitere Partnern/-innen und interessierte Unternehmen der Region feierten am 20. März das einjährige Bestehen mit einem Fachsymposium zum Thema Orthopädietechnik.

Dass die Einrichtung eines Netzwerkes eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Forschungseinrichtungen darstellt, zeigen die Erfahrungen der bereits bestehenden Cluster „Leichtbau“ und „Mikrosystemtechnik“ an der Hochschule Landshut.

Im Wachstumsmarkt Medizintechnik hat die Hochschule Landshut mit dem jüngsten der drei Netzwerke einen neuen Lehr- und Forschungsschwerpunkt aufgebaut. Mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie dem neuen Bachelorstudiengang „Biomedizinische Technik“ soll ein Innovations- und Fachkräfte-Pool für die regionale Wirtschaft entstehen, um die Innovationskraft in diesem Bereich nachhaltig zu stärken. "Nur durch die weitere intensive Zusammenarbeit von teilnehmenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen können technische Innovationen realisiert und das Marktpotenzial der Medizintechnikbranche erschlossen werden. Die Hochschule ist stolz darauf, als kompetenter Netzwerkmanager auftreten zu können. Außerdem haben wir eine enge Verzahnung mit den Lehr- und Forschungsaktivitäten erreicht. Mittlerweile sind vier Professorinnen und Professoren im Bereich der Medizintechnik engagiert“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel. Die Finanzierung sei bis 2014 durch Mittel des europäischen Sozialfonds unter finanzieller Beteiligung von Stadt und Landkreis Landshut sowie der Sparkasse Landshut und des Bezirks Niederbayern gesichert.

Mittlerweile zählt das Netzwerk 43 Mitglieder, ein Wert, der die Erwartungen an das Gründungsjahr weit übertroffen hat. „Wir sind höchst zufrieden mit der Bilanz des ersten Jahres. Bis zum heutigen Tag fanden insgesamt 22 Arbeitskreissitzungen mit insgesamt 425 Teilnehmern statt. An den Besucherzahlen sehen wir deutlich, dass der Bedarf einer Networkingplattform in dem Fachbereich gegeben ist“, zieht Netzwerkmanagerin Caroline Eberl Resümee.

Der wissenschaftliche Leiter, Prof. Dr. Holger Timinger, stellte das breite Unterstützungsangebot des Branchennetzwerkes vor. So wurden u. a. neue Trends von der Datenvernetzung bis hin zu Robotertechnologien in der Medizin diskutiert. Zum Aufbau von erforderlichen Qualitätsmanagementsystemen entstand ein konkretes Projekt: „Gemeinsam mit dem Gesundheitscluster Oberösterreich ist es uns gelungen, eine geförderte Maßnahme zur Qualifizierung im Medizintechnikmarkt zu starten. Damit sollen die Unternehmen für Gesetze, Richtlinien und Normen in der Medizintechnik sensibilisiert werden“, so Prof. Timinger.

Der Festvortrag war dem Zukunftsthema Orthopädie- und Rehatechnik gewidmet. Peter Regel, von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, gab einen Überblick über historische Entwicklungen bis hin zu Chancen und Zukunftspotenzialen der modernen Orthopädietechnik. Das Fachpublikum wurde u. a. über moderne Prothesensysteme und –funktionsteile, Orthesensysteme und Anforderungen an den Maschinenbau im Orthopädiehandwerk informiert.

Eine begleitende Industrieausstellung gab sowohl Herstellern als auch Lieferanten von Produkten, die für die Medizintechnikbranche von Interesse sind, die Gelegenheit, das Unternehmen zu präsentieren, sich auszutauschen und mit Partnern aus der Region zu vernetzen.

Weitere Informationen beim Management Netzwerk Medizintechnik, Caroline Eberl, E-Mail: caroline.eberl@haw-landshut.de, Telefon: 0871/506 498 oder unter haw-landshut.de