Landshuter Gründernacht

Start-ups geben Einblicke in ihre Existenzgründung

Bereits zum achten Mal veranstaltete die Hochschule Landshut den Vortrag- und Netzwerkabend in Zusammenarbeit mit dem Gründerzentrum LINK. Über 230 Interessierte kamen am Dienstagabend zusammen, um sich zum Thema Gründung auszutauschen. Netzwerkmanager Philipp Landerer führte die Gäste durch den Abend.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Landshut, Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier, stellten die beiden Geschäftsführerinnen Vanessa Horwath und Stefanie Weinfurter, die Campus Company vor. Der Förderverein Unternehmergeist der Fakultät Betriebswirtschaft der Hochschule Landshut e.V., gibt Studierenden schon während ihres Bachelorstudiums die Möglichkeit, Praxiserfahrung zu sammeln, indem sie eigene Geschäftsideen entwickeln, konzipieren und am Ende tatsächlich umsetzten. Aktuell laufende und erfolgreich abgeschlossene Projekte, wie das Campus Kino, wurden in diesem Rahmen vorgestellt.

Im Anschluss wurde zum ersten Mal der Landshuter Gründerpreis verliehen. Der dritten Platz und ein Preisgeld von 500€ ging an das Team von Wash@Work. 1000€ und somit den zweiten Platz erreichte Obermaier Systems. Die Gründer von Plug-in Festivals erhielten für ihre Idee ein Preisgeld von 2000€ und damit den ersten Platz. Die beiden Gründer Sebastian Ranftl und Sebastian Fitz bieten eine sogenannte Ultra-Powerstation, ausgestattet mit zwei Steckdosen und vier USB-Anschlüssen, um auf Festivals und Campingplätzen stromtechnisch bestens versorgt zu sein.

Dass sich der Schritt in die Selbständigkeit auch lohnen kann, zeigten Martin Šoltés und Sascha Koberstaedt, die beiden Gründer von EVUM MOTORS. Die Doktoranden der TU München haben ein bezahlbares Elektroauto entwickelt, welches den Menschen in ländlichen Regionen Afrikas zu mehr Mobilität verhilft. Der ländliche Transport gilt als Schlüsselfunktion, wenn es darum geht, Menschen in Entwicklungsländern beispielsweise Zugang zu Bildung oder medizinischer Versorgung zu ermöglichen.

Ihren Prototypen haben die Gründer bereits auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) vorgestellt. „Wenn man ein Unternehmen gründet, sollte man sich gut überlegen, mit wem man diesen Schritt geht. Es sollte einem bewusst sein, dass man sich für lange Zeit bindet und eine Art Ehe eingeht“, so Sascha Koberstaedt.
Nicht nur das Team muss stimmen, damit sich aus einer Idee ein Unternehmen entwickelt. Auch das Umfeld spielt eine Rolle – oder wie es Oberbürgermeister Alexander Putz bezeichnete: „Es ist wichtig, dass wir hier ein Klima schaffen, in dem aus Tüftlern Unternehmer werden.“ Landrat Peter Dreier bestätigte, neue Unternehmen seien für Wirtschaft, Gesellschaft und die ganze Region von großer Bedeutung.

„Wir eröffnen unseren Studierenden die Möglichkeit, auch unternehmerische Kompetenzen zu erwerben“, so Hochschulpräsident Prof. Dr. Stoffel. „Hier helfen Aktivitäten, wie die Gründerberatung durch Herrn Landerer als LINK-Netzwerkmanager, das Gründercafé, Gründerbotschafter in den jeweiligen Fakultäten, aber auch das Modul ‚Unternehmerische Kompetenzen‘ der Fakultät Betriebswirtschaft.“

Im Anschluss an die Vorträge konnten die Besucher in der Start-up- und Sponsoren-Lounge  untereinander ins Gespräch kommen und neue Kontakte knüpfen.