Kulturpreis Bayern für Absolvent Werner Lummer

Werner Lummer wurde als bester Absolvent der Hochschule Landshut ausgezeichnet. Thema seiner Masterarbeit: Neue Verschlüsselungstechnologien für Niedrigleistungssysteme.

Der Landshuter Elektrotechniker Werner Lummer ist am vergangenen Donnerstag in Veitshöchheim mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet worden. Der 27-Jährige erhält die Auszeichnung als bester Absolvent der Hochschule Landshut für seine Masterarbeit, in der er neue Verschlüsselungstechnologien in Systemen mit geringer Leistungsaufnahme untersucht hat. Darin geht es um die Verschlüsselung persönlicher Daten. In Rechensystemen mit geringer Leistungsaufnahme kommen meist nur einfache Verschlüsselungsverfahren zum Einsatz. Denn darin ist die Versorgungsenergiezu schwach und die Rechenleistung zu gering.

Hohe Sicherheit trotz geringer Leistung

Werner Lummer hat in seiner ausgezeichneten Masterarbeit nun erstmals in Niedrigleistungssystemen verwendete Verschlüsselungstechnologien untersucht, die bisher wegen der eingeschränkten Leistungsaufnahme nicht zur Verfügung standen. „Meine Messungen beweisen, dass die getesteten Verfahren, sowohl was die Verschlüsselungsdauer als auch die Leistungsaufnahme angeht, hohen Sicherheitsanforderungen genügen“, fasst der Kulturpreisträger zusammen.

Neben Werner Lummer und 31 weiteren Absolventen und Doktoranden der bayerischen Hochschulen haben fünf Künstler den diesjährigen Kulturpreis Bayern erhalten: der Kabarettist und Liedermacher Georg Ringsgwandl, der Schauspieler Michael von Au, die Geigerin Veronika Eberle, der Bildhauer Toni Scheubeck und der Jazzpianist Michael Wollny. Zudem wurde der Industriedesigner Konstantin Grcic von Bayerns Kunststaatssekretär Bernd Sibler mit einem Sonderpreis geehrt.

Der Kulturpreis Bayern ist in der Sparte Kunst mit jeweils 5.000 Euro und in der Sparte Wissenschaft mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Daneben erhalten alle Preisträger die eigens für die Auszeichnung geschaffene Bronzestatue „Gedankenblitz“, die der Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer, 1974 selbst mit dem Kulturpreis Ostbayern ausgezeichnet, gestaltet hat. Die fünf Kunstpreisträger werden dabei von einer Fachjury ausgewählt, die Wissenschaftspreisträger von ihrer jeweiligen Hochschule. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verleiht zusätzlich einen Sonderpreis.