IT-Fachkräfte der Zukunft zu Besuch im Rathaus

Oberbürgermeister Alexander Putz begrüßt Studenten des Studiengangs „Digitales Verwaltungsmanagement“ im Neuen Plenarsaal

Große Begeisterung herrschte bei Studentinnen und Studenten des Studiengangs „Digitales Verwaltungsmanagement“ vergangenen Donnerstag bei ihrer Exkursion ins Rathaus. Im Neuen Plenarsaal wurden sie von Oberbürgermeister Alexander Putz, IT-Leiter Dr. Reinhard Höllerer und Werner Baumann, Leiter Stabsstelle Digitalisierung, empfangen. Begleitet wurde die Gruppe von Studiengangsleiter Prof. Dr. Jürgen Wunderlich und Prof. Dr. Marcus Jautze, Vizepräsident für Digitalisierung, Gründung und Weiterbildung an der Hochschule Landshut.

Putz zeigte sich sehr erfreut über den Besuch: „Es gibt wohl kaum ein komplexeres Aufgabengebiet als das einer kreisfreien Stadt. Um die Verwaltungsprozesse für die Bürgerinnen und Bürger zu digitalisieren, braucht es Fachkräfte wie Sie. Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass die Hochschule dieses spannende Studienangebot geschaffen hat.“ Dem schloss sich auch Dr. Höllerer an, der bereits vor einigen Jahren bei Prof. Dr. Wunderlich die Idee eines eigenen Studiengangs für diesen Bereich platzierte. „Das Thema brennt mir seit Langem auf der Seele“, so Höllerer. „Die vergangenen Jahrzehnte haben Technologien hervorgebracht, die uns im Verwaltungsbereich neue Wege eröffnen und die digitale Transformation überhaupt erst ermöglichen.“ Zur Studienwahl beglückwünschte Höllerer die Studenten, die in den kommenden Semestern die Verschmelzung von IT und Verwaltungsprozessen kennen lernen werden. Im Wintersemester 2023/24 wird Höllerer, der bereits seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaftsinformatik an der Hochschule lehrt, selbst eine Vorlesung im neuen Studiengang halten.

Mit welchen Prozessen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Landshut täglich zu tun haben und welche davon bereits digital angeboten werden, darüber referierte Werner Baumann, der die noch junge Stabsstelle Digitalisierung leitet. Rund 130 Online-Dienste bietet das Rathaus inzwischen an. „Es werden auch noch einige dazukommen“, erklärte Baumann. „Begonnen haben wir aber mit denen, die die meiste Nachfrage mit sich gezogen haben.“ Dazu zählen beispielsweise das Verlängern von Medien in der Stadtbücherei, Briefwahlanträge, die Online-Terminvergabe im Bürgerbüro sowie die Beantragung von Dokumenten wie Führungszeugnisse. Digital haben Bürger und Touristen außerdem die Möglichkeit, einen interaktiven Stadtplan aufzurufen. Dieser stellt Buslinien in Echtzeit, Streckennetze, GPX-Tracks für Fahrradfahrer und vieles mehr bereit. Aber auch in der internen Verwaltung tut sich einiges: So nutzen die verschiedenen Ämter für eine bessere Kommunikation und eine leichtere Bearbeitung ein Dokumentenmanagementsystem. Zum Abschluss stellte Baumann noch die Landshut App vor, die Informationen, Dienste und Kommunikationskanäle der Stadt kompakt bündelt und auf jedem mobilen Gerät ganz einfach installiert werden kann.

„Wir müssen uns im Vergleich zu anderen Kommunen keinesfalls verstecken“, resümierte OB Putz, der den Hochschulangehörigen das Angebot machte, auch weiterhin intensiv im Austausch zu bleiben und aus dem Rathausbesuch einen sich wiederholenden Termin zu machen – mit noch mehr Einblick in die Praxis. Bei Prof. Dr. Jürgen Wunderlich, Prof. Dr. Marcus Jautze und den Studenten stieß dieser Vorschlag auf große Zustimmung. Sie nutzten die Gelegenheit, beim Termin mit dem Stadtoberhaupt und den beiden Abteilungsleitern viele Fragen zu stellen. Dabei ging es vor allem um die Herausforderungen einer Verwaltung, um die mögliche Bereitstellung von Daten speziell fürs Studium und das ständig wachsende Aufgabengebiet der Stadt.

 

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Stadt Landshut