Internationale Soziale Arbeit im lokalen Kontext

Gastvortrag zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) an der Fakultät Soziale Arbeit

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Perspektiven und Strukturen Internationaler Sozialer Arbeit“ konnte Prof. Dr. Stefan Borrmann am 23.11.2022 eine ausgewiesene Expertin zum Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM) einladen, über ihre Erfahrungen in der Beratungsarbeit zu berichten. Katharina Straßer von der Schwangerenberatungsstelle der Caritas in Landshut arbeitet in dem seit 1,5 Jahren bestehendem Projekt „CaRe for Women“, welches vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert wird.

Straßer führte in die Dimensionen von FGM ein und schilderte an vier Fallbeispielen, wie sie durch ihre Arbeit Frauen, die selbst von FGM betroffen sind, helfen konnte, mit den medizinischen und psychischen Folgen umzugehen. Zudem legte sie auch einen Schwerpunkt auf die Möglichkeiten der Verhinderung von FGM durch Intervention auch von Deutschland aus.

Die Studierenden des Seminars diskutierten im Anschluss des Vortrags intensiv mit Katharina Straßer. Es wurde deutlich, dass Internationale Soziale Arbeit auch im lokalen Kontext stattfinden kann. Deutlich wurde zudem, wie wichtig die Arbeit einer solchen Beratungsstelle ist, um der schwerwiegenden Menschenrechtsverletzung der weiblichen Genitalverstümmlung etwas entgegenzusetzen. 

Weiterführende Informationen zu dem Projekt: https://caritaslandshut.de/care-for-women-caritas-landshut-beginnt-neues-projekt-fur-frauen

Text und Foto: Prof. Dr. Stefan Borrmann