Hochschultag bei Texas Instruments in Freising

Am 8. November 2013 hatte die Firma Texas Instruments (TI) in Freising zu einem Hochschultag eingeladen. Das Unternehmen produziert in Freising hochentwickelte Chips und bietet Forschung, Entwicklung und weltweite Unterstützung, die von strategischer Bedeutung für das Halbleiterunternehmen mit Hauptsitz in Dallas, Texas, USA, sind.

Als einer der weltweit größten Halbleiterhersteller ist TI erfolgreich sowohl bei analogen als auch bei digitalen Technologien. Bekannt ist das Unternehmen für seine Schul- und Grafikrechner, die aber nur 5% des Umsatzes ausmachen.

Am Hochschultag wollte sich das Unternehmen Studierenden seinen Partnerhochschulen als Firma präsentieren und die neuesten Entwicklungen zeigen. Der Einladung folgten ca. 60 Studierende, davon acht Elektrotechnikstudenten aus Landshut.

Nach Ankunft und Begrüßung in Freising wurden den Studierenden die neuesten Entwicklungen aus dem Hause TI gezeigt, angefangen von Lego-Technik, die mit Mikrocontrollern von TI ausgestattet ist, über den Automotive-Bereich bis zu  Motorsteuerungen und Leistungselektronik. Präsentiert wurden auch Mikrocontroller mit extrem geringer Leistungsaufnahme.

Es folgte eine Tour durch die Halbleiterfertigung, bei der die Arbeitsschritte vom Quarzsand bis zum fertigen Chip erläutert wurden. Im Fokus standen dabei vor allem die Prozesse, die speziell in Freising durchgeführt werden. Besonders beeindruckte dabei der hohe Automatisierungsgrad der Anlage und die Leistungsfähigkeit der Freisinger Halbleiterfertigung: 400.000 Wafer pro Jahr werden dort produziert.

Am Nachmittag stellten sich einzelne Unternehmensbereiche von TI in kurzen Vorträgen vor und wiesen auf die vielfältigen Möglichkeiten für einen Einsatz als Student im Unternehmen hin.

Zum Abschluss des Tages durften die Studierenden der Preisverleihung zum „Analog Design Award 2013“ beiwohnen. Der „Analog Design Contest“ ist Teil von TIs „European University Program“, das der Halbleiterspezialist 1994 ins Leben gerufen hat. Damit fördert das Unternehmen junge Talente und ermöglicht gleichzeitig innovative Embedded Processing- und Analog-Designs. Studierende technischer Fachrichtungen sind bei diesem Wettbewerb aufgerufen, ihr Können auf dem Gebiet der Analog-Entwicklung unter Beweis zu stellen. Ausgezeichnet wurden an diesem Tag die vier Teams mit den besten Ideen. Kriterien waren dabei die Originalität der Design-Idee, deren Umsetzung, das eigentliche Analog-Design, der Effekt der verwendeten Tools und Bausteine, der Praxisnutzen und die Projektbeschreibung.

Abgerundet wurde dieser äußerst interessante und informative Tag bei TI auch durch hervorragende Betreuung und Bewirtung der Gäste

Text: Prof. Dr.-Ing. Mathias Rausch