Hochschule noch mehr im Fokus der Gesellschaft

Führungsetage des VDE - Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. Bayern, Landshuter Bürgermeister und Hochschulpräsident tauschen sich über engere Zusammenarbeit aus

2.000 Mitarbeiter weltweit sowie ein eng verzahntes Netzwerk von mehr als 30.000 Mitgliedern und 100.000 ehrenamtlichen Experten – das sind die beeindruckenden Zahlen des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE), der seit rund 130 Jahren für Innovation und technologischen Fortschritt steht. Viele gute Gründe für die Hochschule Landshut, den Austausch mit dem international agierenden Verband zu intensivieren. Um über mögliche Kooperationen zu sprechen, besuchten deshalb Peter Rief, Leiter des VDE Bayern, und Klaus Bayer, Vorsitzender des VDE Südbayern, in Begleitung mit Landshuts 2. Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger vor kurzem den Hochschulpräsidenten. „Als Ingenieur und ehemaliger Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftswesen ist mir der VDE wohlbekannt“, erklärte Pörnbacher. „Es freut mich daher sehr, dass wir dieses Treffen ermöglichen konnten.“

Der VDE ist an der Hochschule bereits gut vernetzt. Derzeit sind rund 60 Studierende in der Hochschulgruppe VDE Landshut organisiert. „Diese Anlaufstelle am Campus begrüßen wir sehr“, so Klaus Bayer. Vonseiten des Verbands sei der Wunsch groß, diese Dependance weiter auszubauen. „Vielleicht sogar in Form einer Vertretung für Niederbayern“, ergänzte Rief. An anderen Hochschulen funktioniere das bereits sehr gut. „Die Leitung übernehmen in der Regel engagierte Professorinnen oder Professoren, die von einer Gruppe Studierender tatkräftig unterstützt werden“, erklärte Bayer.

VDE und Hochschule als starke Partner

Pörnbacher zeigte sich offen für eine engere Zusammenarbeit zwischen Hochschule und VDE und sieht mögliche Potenziale an der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen. Der Hochschulpräsident sicherte Bayer und Rief zu, Kontakt zur Fakultät herzustellen.

Ein spezieller Anknüpfungspunkt für VDE und Hochschule könnte auch das Gründerzentrum sein, das die Hochschule Landshut mit einem eigenen KI-Labor unterstützt. „Wir haben Zugriff auf einen großen Pool an Experten, die dabei unterstützen können, das Gründer-Thema an der Hochschule aber auch in der Region Landshut weiter zu treiben“, betonte Bayer. „Denkbar wären zum Beispiel speziell auf dieses Thema abgestimmte Vorträge oder Veranstaltungen am Campus.“ Mit diesem Vorschlag rannte Bayer auch bei Bürgermeister Thomas Haslinger offene Türen ein. „Ich denke jeder in Landshut wünscht sich eine Stärkung des Gründerzentrums. Mit dem VDE gibt es einen starken Partner, von dem sowohl die Region, als auch die Stadt profitieren können.“

Für Haslinger ist der VDE außerdem die Chance, die Hochschule noch bekannter zu machen und mehr in den Fokus der Gesellschaft zu rücken. Ein wirksames Mittel wären beispielsweise Leuchtturmveranstaltungen, die ein für die Region relevantes Thema aufgreifen. Konkrete Überlegungen, welches Format sich an die Hochschule holen lassen würde, äußerten Bayer und Rief bereits. Der VDE Bayern veranstaltet jedes Jahr eine Nachwuchstagung. Für 2022 wurde der Landshuter Campus als Austragungsort ins Spiel gebracht.

Foto: Hochschule Landshut/Thomas Kolbinger

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