Hochschule Landshut schreibt Geschichte und gehört zu ersten Hochschulen Bayerns mit Promotionsrecht

Landshut führt zwei Promotionszentren ein und erhält damit noch mehr Einfluss auf die Gestaltung der zukünftigen Bildung

Mit der Übertragung des Promotionsrechts beginnt an der Hochschule Landshut eine neue Zeitrechnung in der akademischen Bildung: die Hochschule baut im Verbund mit Partnerhochschulen zwei Promotionszentren auf und ebnet damit den direkten Weg zur Promotion. Dadurch vervollständigt die Hochschule die wissenschaftliche Qualifizierung vom Bachelorstudium, über das vertiefende Masterstudium bis hin zum Doktorgrad.

Die Einrichtung von Promotionszentren mit eigenem Promotionsrecht an Hochschulen für angewandte Wissenschaften wurde mit Verabschiedung des Hochschulinnovationsgesetztes in Bayern ermöglicht. Als eine der ersten Hochschulen im Freistaat wirkte die Hochschule Landshut an der Konzeption solcher Promotionszentren mit und erhielt mit Beginn des Wintersemesters 2023/24 die Genehmigung durch das bayerische Wissenschaftsministerium (siehe Berichterstattung).

Zwei Promotionszentren für die Hochschule Landshut

Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Deggendorf und der Technischen Hochschule Augsburg entsteht das Promotionszentrum „Digitale Technologien und ihre Anwendung“. An diesem beteiligen sich Professorinnen und Professoren der Landshuter Forschungsbereiche Data and Process Science, Elektronik und Systemintegration, Energie und Produktions- und Logistiksysteme.

Mit dem Zentrum „Digitale Innovationen für die sich wandelnde Gesellschaft“ entsteht in Zusammenarbeit mit der Hochschule Neu-Ulm und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden ein weiteres Promotionszentrum, an dem sich Professorinnen und Professoren aus dem Institut für sozialen Wandel und Kohäsionsforschung sowie aus dem Institute for Data and Process Science beteiligen.

„Forschungsinteressierten Studierenden die Möglichkeit zu bieten, an der eigenen Hochschule zu verbleiben“

Die Anforderungen an die Übertragung des Promotionsrechts waren hoch: die beteiligten Professorinnen und Professoren mussten ihre persönliche Forschungsstärke in einem Begutachtungsverfahren nachweisen und ein stimmiges und kohärentes Forschungsprofil für die Zentren erarbeiten. Hochschulpräsident Prof. Dr. Fritz Pörnbacher ergänzt: „Wir sind stolz auf die Forschungsleistungen unserer Professorinnen und Professoren und sehen in der nun genehmigten Errichtung der Promotionszentren den logischen Schritt zur eigenständigen Vergabe des Doktorgrads an Hochschulen für angewandte Wissenschaften“.  

Derzeit gibt es an der Hochschule Landshut gut 50 wissenschaftliche Mitarbeitende mit Promotionsabsicht. Während diese bisher noch in Kooperation mit Universitäten promovieren, können Promotionsinteressierte künftig in den oben genannten Forschungsbereichen direkt über die eigenen Promotionszentren den Doktorgrad erhalten. Prof. Dr. Holger Timinger, Vizepräsident für Forschung und Transfer sieht in den nun entstehenden Promotionszentren „die Chance, unsere Forschung weiter auszubauen und forschungsinteressierten Studierenden die Möglichkeit zu bieten, an der eigenen Hochschule zu verbleiben, um an Zukunftsthemen zu arbeiten.“


Foto: Hochschule Landshut

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