Gute Zeit zur Unternehmensgründung

Bei der dritten Gründernacht an der Hochschule Landshut machte der Referent deutlich, dass gerade jetzt eine gute Zeit sei, ein Unternehmen zu gründen. Rund 180 Gäste waren trotz der großen Hitze zur Gründernacht ins Audimax der Hochschule gekommen, um Erfahrungsberichte von erfolgreichen Unternehmensgründern zu hören.

Bereits zum dritten Mal veranstaltete das IDEE (Idea Design & Entrepreneurship Education) –Gründerzentrum der Hochschule Landshut die Gründernacht, um das Unternehmertum im Umfeld der Hochschule vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und das Knüpfen von Kontakten zwischen Studierenden und Unternehmern zu ermöglichen. Seit vielen Jahren lege die Hochschule großen Wert auf das Thema Existenzgründung, sagte Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel nach der Begrüßung der Gäste im Audimax. „Unser Ziel ist es, die Studierenden für Gründungen zu sensibilisieren und sie durch das IDEE-Gründerzentrum auf ihrem Weg zu unterstützen“. Unternehmensgründungen seien für Wirtschaft, Gesellschaft und die gesamte Region Landshut von großer Bedeutung, sagte Stoffel.

Bisher finanzierte sich das IDEE-Gründerzentrum durch EU-Fördermittel sowie durch die Unterstützung durch die Partner Hochschule, Stadt und Landkreis, Sparkasse Landshut sowie die Hans Lindner-Stiftung. Da die EU-Förderung zum Jahresende ausläuft, überlegen die Projektbeteiligten derzeit, ein Landshuter Innovations- und Kreativzentrum, kurz LINK, zu gründen. „Gerade für eine prosperierende Stadt wie Landshut sind Unternehmensgründungen wichtig, weil sie den Markt beleben. Innovations- und Gründergeist in Landshut zu verankern wird die Stadt gerne unterstützen“, sagte Oberbürgermeister Hans Rampf, der neben der stellvertretenden Landrätin Christel Engelhard zur Gründernacht gekommen war.


Diplombetriebswirt Harald Wagner stellte anschließend das IDEE-Gründerzentrum für Studierende und Absolventen der Hochschule Landshut vor: Ziel ist, das Potential an Geschäftsideen und Gründerpersönlichkeiten zu fördern und vom unverbindlichen Erstgespräch über ein umfassendes Veranstaltungsprogramm bis hin zur gezielten StartUp-Begeleitung zu unterstützen. Derzeit sei eine besonders gute Zeit zur Unternehmensgründung, betonte Wagner anhand von Zahlen: In Deutschland seien im Jahr 2012 mehr als 400 Investitionen mit einem Volumen von 822 Millionen Euro getätigt worden. Dies bedeute gegenüber dem Jahr 2011 eine Zunahme von 48 Prozent. „Für junge, innovative Unternehmer herrscht gerade eine gute Stimmung.“

Schließlich berichtete Hans Zehetmaier über die erfolgreiche Gründung eines Unternehmens: der Betriebswirt hatte Mitte der 70er Jahre in Landshut studiert und wenig später mit zwei Informatikern als Partnern die Münchner Software Gesellschaft msg systems ag gegründet. „Starten sie früh mit der Unternehmensgründung. Mit der richtigen Strategie, einem guten Businessplan und strategisch guten Partnern ist gerade eine gute Zeit zur Unternehmensgründung“, sagte Zehetmaier. Die msg systems ag, 1980 in Landshut gegründet, startete mit einem Businessplan auf Bierdeckeln und zählt heute mit mehr als 4000 Mitarbeitern weltweit zu einem der erfolgreichsten IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen. Interessiert verfolgten die Zuhörer im Audimax der Hochschule Hans Zehetmaiers Ausführungen über die Entwicklung des Unternehmens in den letzten drei Jahrzehnten. Zuletzt gab es Tipps zur erfolgreichen Gründung. Zehetmaier riet zu intelligenter Verknüpfung von technischem Fachwissen, Branchenkenntnissen und Betriebswirtschaft und zu einer strikten Organisation. Spezialisten räumte der Referent größere Erfolgschancen ein als Generalisten. Wichtig sei, Trends zu folgen und sich ständig zu verbessern und dazuzulernen, aber auch kaufmännische Vorsicht und Bodenständigkeit walten zu lassen. „Risikobereitschaft ja, in einer kontrollierten Offensive“, sagte Zehetmeier, der zudem riet, im jungen Alter mit einer Unternehmensgründung zu starten, sich erreichbare, aber anspruchsvolle Ziele zu setzen und auf absolute Kundenorientierung zu setzen.

Mit der Ausstellung von jungen Unternehmern und StartUps im Foyer des Audimax endete die Gründernacht mit dem geselligen Teil. Dabei bestand für die rund 180 Gäste die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungsberichte auszutauschen und sich zu vernetzen.

Folgende Firmen präsentierten sich mit einer Unternehmensvorstellung und einem Stand im Foyer: ASIS Automation Systems & Intelligent Solutions GmbH, Landshut; brainchild GmbH, Eggenfelden; Campudus UG, Landshut; Chanzilla GbR, Freising; city INOVA, Landshut; dc-square GmbH, Landshut; elopole GmbH, Ingolstadt; Haus der IT, Mainburg; overturn technologies GmbH, Langenbach; Polarstern GmbH, München; RITTER Mobile Technology UG, Dingolfing; schambeck automotive GmbH, Oberschneiding; sira munich, München; Steffen Leiprecht – Pictures & More, München; Ü-Werk GmbH; Landshut; Vereinsbüchse (ShopProps UG), Unterschleißheim;