Gemeinsam für die Zukunft der Region

Bezirk Niederbayern und Hochschule Landshut wollen sich gegenseitig verstärkt unterstützen

Prof. Dr. Fritz Pörnbacher, seit Mitte März 2020 neuer Präsident der Hochschule Landshut, war vor kurzem zu Besuch bei Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich in der Landshuter Bezirkshauptverwaltung. Beim Gespräch ging es unter anderem um gemeinsame Schnittstellen und neue Möglichkeiten zur Kooperation.

1995 kam Pörnbacher als Professor der Fakultät Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurswesen an die Hochschule Landshut, wo er im Fakultätsrat (Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen) sowie als Mitglied im Senat und Hochschulrat sowie als Dekan tätig war, bevor er Ende vergangenen Jahres zum Nachfolger von Hochschulpräsident Prof. Karl Stoffel gewählt wurde.

Führung durch schwierige Zeiten

Als Pörnbacher sein Amt als Hochschulpräsident Mitte März antrat, war klar, dass er die Hochschule Landshut durch eine absolute Ausnahmesituation führen müsste. Insgesamt habe die Hochschule sehr schnell auf die Corona-Maßnahmen reagiert und auf Online-Betrieb umgestellt, erzählt Pörnbacher im Gespräch. „Wir waren bayernweit eine der ersten Hochschulen, die auf den Digitalbetrieb umgestellt hat. So haben wir in diesem Semester praktisch alle Pflichtmodule online angeboten und ausreichend viele Wahlpflichtmodule, so dass die Studierenden nahezu alle für dieses Semester nötigen Studienleistungen erbringen konnten und kein Semester verloren haben.“

„Die Hochschulen sind ein wichtiger Akteur, um die Regionalentwicklung voranzutreiben“, so Bezirkstagspräsident Heinrich. „Nur mit gut ausgebildeten jungen Menschen kann sich Niederbayern wirtschaftlich weiterentwickeln und sein Profil schärfen. Dass der Schaden am Bildungsniveau in der Region begrenzt wurde, ist dem entschlossenen Handeln der niederbayerischen Hochschulen wie der Hochschule Landshut zu verdanken“. Doch die Dauer der Einschränkungen sei bei weitem noch nicht absehbar. Je länger diese Phase dauere, desto mehr könne dies gerade Studieneinsteiger bei ihrer Ausbildung beeinträchtigen.

„Wir wollen den Studierenden, insbesondere den Erstsemestern, so viel Präsenz wie möglich bieten, werden aber sicherlich wieder mit starken coronabedingten Einschränkungen leben müssen. Deshalb arbeiten wir weiterhin mit Hochdruck an der Bereitstellung digitaler Lehrangebote“, erwidert Pörnbacher.

Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen

Durch die räumliche Nähe von Hochschule, der Sozialverwaltung und des Agrarbildungszentrums des Bezirks könne man sich sehr gut gegenseitig unterstützen und neue Synergien ausloten, führt Heinrich aus. So waren die Verantwortlichen des Bezirks im vergangen Jahr sehr froh, die Raumnot der Hochschule Landshut lindern zu können. Mit der Inbetriebnahme des Neubaus der Sozialverwaltung habe der Bezirk die ehemaligen Räume der Sozialverwaltung langfristig an die Hochschule vermietet.

Im Bereich der Kinderbetreuung im sogenannten CampusNest könne die Hochschule wiederum dazu beitragen, dass der Bezirk die Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessern und flexibler gestalten kann, so Pörnbacher.

Einig waren sich Heinrich und Pörnbacher auch, dass es auf überregionaler Ebene von großer Bedeutung sei, die Hochschule Landshut mit Unternehmen und anderen Hochschulen in Niederbayern weiter zu vernetzen. Dazu wolle man sich auch künftig regelmäßig gemeinsam austauschen.

Foto: Bezirk Niederbayern

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