Für mehr Toleranz und gegen Diskriminierung

Hochschulangehörige diskutieren im Rahmen eines runden Tischs Maßnahmen für breiteres Diversitätsverständnis an der Hochschule Landshut.

Ende des vergangenen Jahres ging eine Meldung durch die Presse, dass in einer WhatsApp-Gruppe von Studierenden der Hochschule Landshut rassistische und antisemitische Inhalte geteilt wurden. Der Fall war der Hochschulleitung schon zuvor bekannt und wurde bereits am 8. November zur Anzeige gebracht. Hochschulpräsident Prof. Dr. Karl Stoffel nahm diesen Vorfall zum Anlass, am 8. Januar einen „Runden Tisch für Toleranz und gegen Diskriminierung“ einzuberufen. An diesem nahmen die Hochschulleitung, die Dekane der Fakultäten, der Hochschulseelsorger, der Beauftragte der Hochschule für Diversität, die Leitung des International Office sowie Mitglieder der Studierendenvertretung teil.

„Als Hochschule distanzieren wir uns ganz klar von den in der WhatsApp-Gruppe geteilten Inhalten“, betonte Stoffel, nachdem er den Anwesenden in einem kurzen Rückblick die Geschehnisse seit Bekanntwerden des Vorfalls geschildert hatte. Der runde Tische sollte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit geben, Reaktionen zu teilen und mögliche Maßnahmen für eine Sensibilisierung der Hochschulgemeinde und eine Stärkung des Diversitätsverständnisses zu diskutieren. 

Viele gute Ideen mit großem Potenzial

Alle Anwesenden beteiligten sich rege an der Diskussion und brachten ihre Vorschläge ein. Schon sehr konkret sind die Überlegungen der Studierenden, die sich eine Plakatkampagne zur kulturellen Vielfalt und dem Diversitätsverständnis an der Hochschule überlegt haben. Einige Entwürfe konnten sie dem Plenum bereits vorstellen. Auch von den übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern kamen vielversprechende Ideen: von Projektwochen über eine Verschärfung des Hausrechts bei künftigen Diskriminierungsvorfällen bis hin zum Wiederaufleben der Initiative Gegenkraft.

In die Runde geworfen wurden außerdem Diversitäts-Schaukästen, die über den ganzen Campus verteilt werden sollen, die Schaffung einer eigenen Anlauf- und Koordinationsstelle sowie eine neue Hochschulbefragung zum Thema Diskriminierung. Stoffel zeigte sich von der Ideenvielfalt begeistert und plädierte für ein weiteres Treffen des runden Tischs im April, wo die vorgeschlagenen Maßnahmen weiter konkretisiert werden können. Alle Anwesenden waren sich darüber hinaus einig, dass das Ziel der Maßnahmen sein muss, die Menschen zu stärken, die weltoffen sind und entschieden gegen solche Ideologien eintreten.

Foto: Hochschule Landshut

(frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)