Forschungsprojekt der Hochschule Landshut ausgezeichnet

Im Rahmen des Programms "Forschung an Fachhochschulen" fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in mehreren Förderlinien die anwendungsorientierte Forschung an Fachhochschulen. Unter allen laufenden Projekten wird monatlich ein herausragendes, innovatives Forschungsprojekt als „Projekt des Monats“ präsentiert.

Im Juli 2013 konnte das Forschungsprojekt „Layout based Order Steering (LOS1)“ diese begehrte Auszeichnung erlangen. Auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten derzeit alle Interessierten einen Einblick in die praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsarbeit des Kompetenzzentrum PuLL der Hochschule Landshut.
„Mit dem Projekt LOS1 verfolgt die Hochschule Landshut das Ziel, ein Planungsmodell zu entwickeln, das speziell KMUs dabei unterstützt, den Steuerungsaufwand von Produktionsprozessen zu reduzieren“, so der Projektverantwortliche Prof. Dr. Markus Schneider.

Kern der Forschungsarbeit ist die Verbindung zwischen einer Fabrikplanungssoftware, einem Echtzeit-Ortungssystem und einer Produktionsplanungs- und Steuerungssoftware (PPS). Während mit der Fabrikplanungssoftware ein digitales Bild von der Fabrik entworfen wird, dient das PPS dazu, den Durchfluss von Kundenaufträgen zu berechnen. Mit Hilfe des Echtzeit-Ortungssystems kann jederzeit ermittelt werden, wo sich der Kundenauftrag im Produktionsprozess befindet. Somit ist es möglich, Rückschlüsse über den Fortschritt des Kundenauftrags zu ziehen und ihn mit den vorgesehenen Soll-Zeiten zu vergleichen. Der Planer erkennt auf einen Blick, wenn aufgrund einer Prozessstörung eine Abweichung eintritt und kann diese gezielt nachsteuern. Dadurch wird die Reaktionszeit für erforderliche Eingriffe in den Prozessablauf reduziert und der Steuerungsaufwand entscheidend verringert.
Zusammen mit den Entwicklungspartnern Ubisense AG, UWS Business Solutions GmbH und plavis GmbH wurde das System entwickelt und zunächst von den Forschern an der Hochschule Landshut in der Musterfabrik getestet. Um für den fertigen Prototypen die entsprechende Praxistauglichkeit nachzuweisen haben die am Projekt beteiligten Doktoranden und Studenten das System beim Anwendungspartner, der Heidolph Intruments GmbH in Schwabach bei Nürnberg, vor kurzem erfolgreich pilotiert.
Außerdem entstehen derzeit im Rahmen des Projektes LOS1 zwei kooperative Promotionen in Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg.


Weiterführende Informationen und Videos zu den Forschungsarbeiten am Kompetenzzentrum PuLL sowie zur Pilotierung erhalten Sie auf den Seiten des BMBF und auf der Homepage von PuLL.