Fahrräder aus dem 3D-Drucker

Additive Fertigung birgt unendliche Möglichkeiten, Bauteile in jeglicher Form herzustellen

In der Medizintechnik und Industrie werden bereits komplexe Produkte hergestellt und die Verfahren stetig weiterentwickelt. Auch an der Hochschule Landshut wird das Thema der additiven Fertigung vorangetrieben.

So hat Prof. Dr.-Ing. Norbert Babel in einer Projektarbeit im Masterstudiengang "Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik" mit einer Gruppe Studierender Fahrräder mit 3D-gedruckten Teilen (Rahmen mit angefederter Schwinge) entwickelt und gebaut.

Zu Beginn des Projekts wurde ein konkreter Zeitplan erstellt, sodass das Projekt durch ein optimales Projektmanagement innerhalb eines Semesters realisiert und mit Hilfe von umfangreichen Recherchen, Inspirationen sowie potentielle Umsetzungen erarbeitet werden konnte, welche im Anschluss validiert wurden und zu ersten Freihandskizzen führten. Diese Skizzen wurden in der Folge mittels CAD-Programmen zu 3D-Bauteilen modelliert und für eine Festigkeitsuntersuchung einer detaillierten FEM-Analyse unterzogen.

Mit den gewonnen Erkenntnissen konnten die Konstruktionen mittels Topolgieoptimierungstools optimiert und anhand verschiedener 3D-Druck-Techniken schließlich gefertigt werden. In Kombination mit handelsüblichen Fahrradkomponenten wie beispielsweise Räder, Kette, Pedalerie entstanden zum Projektende zwei komplett individualisierte Fahrräder mit stabilem, innovativ gefertigtem Rahmen und Schwinge.

Die Fakultät Maschinenbau bietet den Studiengang „Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik" auf Bachelor- sowie Masterniveau an. Zudem gibt es die Möglichkeit, den klassischen Ingenieursstudiengang „Maschinenbau" zu absolvieren oder sich im Master „Leichtbau und Simulation“ zu spezialisieren. Besonderer Fokus liegt stets auf kleinen Studiengruppen mit exzellenter Betreuung durch Professoren in modern ausgestatteten Laboren.


Foto: Hochschule Landshut