Exkursion in das Forschungs- und Innovationszentrum der BMW Group in München

Als Abschluss der Vorlesung „Karosserieberechnung und Leichtbau“ bot Prof. Dr. Manfred Strohe den Studierenden des 7. Semesters Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik eine Exkursion in das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) an. 15 Studierende nutzen diese Gelegenheit zum Einblick in die Denkzentrale der BMW Group.

Erster Punkt des ganztägigen Programmes war ein Besuch in der Abteilung für Strukturdynamik und Schwingungen. Im Rahmen der ausführlichen Führung unter Leitung von Christoph Stapp durch den Bereich wurden nicht nur die Aktivitäten zur Optimierung zukünftiger BMW – Automobile und deren Komponenten vorgestellt, sondern auch die BMW internen Forschungsanstrengungen zur Entwicklung neuer Analysemethoden. Insgesamt sind in diesem Bereich allein ca. 100 Mitarbeiter mit der Fahrzeugentwicklung und Forschung tätig.

Zweiter Punkt der Tagesordnung war der Besuch der Fahrsimulation. Dr. Ganzow -zuständig für den Bereich Fahrsimulation - erläuterte, dass es innerhalb der BMW Forschung und Technik verschiedene Fahrsimulatoren gibt. Die Bandbreite reicht von optischen Simulationen bis hin zum dynamischen Fahrsimulator. Dieser ermöglicht die nahezu vollständige Simulation des realen Fahrerbetriebs. Die unterschiedlichen Simulatoren ermöglichen es, ohne zeitintensive Herstellung teurer Hardware neue Konzepte im wahrsten Sinne des Wortes zu „erfahren“ und so eine detaillierte Bewertung und Optimierung durchzuführen, egal ob es sich nun um neue Bedien- oder Anzeigenkonzepte oder den Schaltkomfort neuer Getriebekonzepte handelt.  Die Studierenden konnten sich durch eine kurze Fahrt in einem Simulator selbst davon überzeugen, dass es sich hierbei um ein wertvolles Entwicklungswerkzeug handelt.

Letzter und spektakulärster Punkt der Exkursion war der Besuch der Crashanlage im FIZ. Aufgrund der zunehmenden Varianten steigt die Anzahl der Crashtests kontinuierlich an, obwohl pro Modell aufgrund der immer besseren Simulationsmöglichkeiten die Anzahl der Tests zurückgeht. Die erst vor wenigen Jahren eröffnete Crashanlage im FIZ Bereich leistet ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der passiven Sicherheit neuer Fahrzeuggenerationen. Die Studierenden hatten sogar die Gelegenheit, einem Prototypen – Crash live beizuwohnen.  Den Abschluss der Exkursion bildete der Besuch in Vorbereitungsbereich der Crash test dummies. Etwa 60 dieser bis zu 300.000 Euro teuren Maschinen werden hier kontinuierlich gewartet und durch Ausrüstung mit hochsensibler Messtechnik für die entsprechenden Crashversuche vorbereitet.