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Entwicklungsprojekt zur Kraft-Wärme-Kopplung hat den Endverbraucher im Visier

Kooperationsvertrag zur Entwicklung eines µBHKW am Technologiezentrum Energie (TZE) unterzeichnet

Der Kooperationsvertrag zur Fortführung des Entwicklungsprojektes Mikro-Blockheizkraftwerk (µBHKW) wurde am Technologiezentrum Energie (TZE) unterzeichnet. Die Entwicklungspartner beabsichtigen die Umsetzung eines Systems der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) für die Wärme- und Stromversorgung unter optimaler Ausnutzung der aufgewendeten Primärenergie - im ersten Schritt Erdgas. Zusammen mit den Partnern Wolf GmbH, Mainburg, AT SÜD GmbH, Lenting und der ortsansässigen Motorenfabrik Hatz GmbH & CO.KG wird in den neuen Räumlichkeiten am TZE an einem µBHKW für den Einsatz in kleinen und mittleren Wohn- oder Gewerbeeinheiten geforscht werden.

„Ein wichtiger Schritt in unserem Forschungsbereich Dezentrale Energiesysteme von dem der Hausbesitzer in absehbarer Zeit profitieren wird“ kommentiert Geschäftsführer Dr. Reinhart Schwaiberger die Fortführung des Entwicklungsprojektes µBHKW am TZE. Bei der Stromerzeugung durch dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung etwa in einem Einfamilienhaus besteht die Möglichkeit die unvermeidbaren Wärmeverluste, die bei zentraler Erzeugung von Strom aus fossilen Brennstoffen in Großkraftwerken entstehen, zu vermeiden. „Die Abwärme, die in Kraftwerken weggekühlt werden muss, wird bei einem Blockheizkraftwerk zum Heizen verwendet“, ergänzt der Projektleiter am TZE Dipl.-Ing. (FH) Martin Ebenhofer. Ziel ist die hocheffiziente Ausnutzung der eingesetzten Primärenergien und die Anpassung des Energiekonzeptes an regional verfügbare Ressourcen.

Die weiteren geplanten Projektschritte skizziert Dipl. Ing. Jörg Neugärtner von der AT Süd GmbH, zuständig für die Motorenentwicklung in dem Projekt. In einem ersten Schritt wird der Gasmotor für das µBHKW optimiert. Anschließend geht es daran den Motor in die Entwicklungsumgebung des µBHKW einzupassen.
Im dritten Schritt wird die Messumgebung zur Darstellung eines Systems mit Heiz- und elektrischen Lasten für die Untersuchung der eingesetzten Komponenten am Technologiezentrum Energie aufgebaut und das µBHKW vor Ort in Ruhstorf in diese Messumgebung integriert.

Neben der Gasvariante plant das Konsortium ebenfalls die gemeinsame Weiterentwicklung dieses Konzeptes zur Nutzung von Dieselkraftstoffen. In die Zukunft gerichtet gibt es natürlich Überlegungen alternative Energiequellen mit Schwerpunkt im Bereich erneuerbare Energien zu verwenden, so Erich Eder von der Motorenfabrik Hatz. Wir sind auf einem guten Weg, fasst Gerdewan Jacobs, Geschäftsführer vom Energiesparsystem-Hersteller Wolf GmbH in Mainburg den aktuellen Stand zusammen: „2015 ist die Markteinführung der Gasvariante durch Wolf geplant“.

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag: (v.l.) Dr. Reinhart Schwaiberger, Geschäftsführer TZE, Erich Eder Strategische Produktentwicklung Motorenfabrik Hatz GmbH&Co. KG, Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Landshut, Gerdewan Jacobs, Geschäftsführer Wolf GmbH und Jörg Neugärtner, AT Süd GmbH

Unterzeichneten den Kooperationsvertrag: (v.l.) Dr. Reinhart Schwaiberger, Geschäftsführer TZE, Erich Eder Strategische Produktentwicklung Motorenfabrik Hatz GmbH&Co. KG, Prof. Dr. Karl Stoffel, Präsident der Hochschule Landshut, Gerdewan Jacobs, Geschäftsführer Wolf GmbH und Jörg Neugärtner, AT Süd GmbH