Auftakt für TRIO

Der Verbund erhält über 14 Millionen Euro aus Mitteln des BMBF. Die Hochschule Landshut schafft damit sieben Stellen.

Ihren erfolgreichen Auftakt hat der Hochschulverbund Transfer und Innovation Ostbayern (TRIO) am 26. Januar, bei einer gemeinsamen Veranstaltung an der OTH Regensburg mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen seiner assoziierten Partner begangen. Der Verbund ist eines der größten geförderten Projekte im Bund-Länder-Programm „Innovative Hochschule“. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert ihn mit über 14 Millionen Euro. Im Verbund wollen Hochschulen und Universitäten in den Regierungsbezirken Oberpfalz und Niederbayern den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ausbauen und professionalisieren. An TRIO sind als Koordinatorin die OTH Regensburg, des Weiteren die OTH Amberg-Weiden, die TH Deggendorf, die HS Landshut und die Universität Passau beteiligt; die Universität Regensburg ist Kooperationspartner.

Die Hochschule Landshut erhält im Projekt TRIO 2,4 Millionen Euro innerhalb der kommenden fünf Jahre. Damit werden insgesamt sieben Stellen geschaffen. Die Hochschule Landshut leitet zudem das Teilprojekt "Entwicklung eines Transferportals".

Durch die jetzt getätigte Unterschrift der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, der IHK Niederbayern sowie dem Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat sind diese nun als assoziierte Partner offiziell beteiligt. Bei der Vertragsunterzeichnung war deshalb auch Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker anwesend. Zudem fand ein moderiertes Podiumsgespräch zwischen den Verbundpartnern statt.  

Präsident Prof. Dr. Wolfgang Baier begrüßte die rund 60 Anwesenden zur Auftaktveranstaltung an der OTH Regensburg. Er bezeichnete TRIO als einen „einzigartigen Innovationsimpuls für ganz Ostbayern“. Prof. Dr. Burkhard Freitag von der Universität Passau und wissenschaftlicher Leiter des Projekts stellte die strategischen Ziele von TRIO und ihre Umsetzung in regionaler Partnerschaft vor. Durch die Verbesserung von Prozessen und Strukturen und durch die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen soll Transfer neben Forschung und Lehre als eine „dritte Säule“ der Hochschulen verstetigt und nachhaltig institutionell verankert werden. „Durch eine engere Kooperation und Verzahnung aller Akteure entstehen Synergien, die zum Motor für das regionale Innovationsgeschehen werden können“, so Freitag. „Der Verbund versteht sich als Impulsgeber und aktiver Mitgestalter des regionalen Wissens- und Technologietransfers und möchte einen Beitrag zur positiven Weiterentwicklung der Region Ostbayern leisten. Damit trägt er zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Ostbayern bei.“

Schwerpunktmäßig beschäftigt sich TRIO mit dem umfassenden Themenbereich der fortschreitenden Digitalisierung, die heute nahezu alle Lebens- und Arbeitsbereiche verändert. Antworten auf die mit ihr einhergehenden komplexen Herausforderungen lassen sich nur interdisziplinär und im wechselseitigen Dialog finden, so Prof. Dr. Freitag. Kommunikation, gegenseitiges Verständnis der Akteure und daraus resultierende Vertrauensbildung seien die entscheidenden Voraussetzung dafür, Brücken zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und praktischer Umsetzung zu schlagen und auf die Bedarfe in Wirtschaft und Gesellschaft zu reagieren. „Aus diesem Grund freuen wir uns, dass sich die Kammern aus der Region bereit erklärt haben, zur Umsetzung von TRIO beizutragen und uns die Tür für den Dialog mit den Unternehmen öffnen“, ergänzt Präsident Prof. Dr. Baier.

In ähnlicher Weise kommen vor allem auch die BayernLabs zum Tragen. Der Hochschulverbund möchte gemeinsam mit den BayernLabs neue Formate für die Vermittlung von Wissen und Ideen entwickeln und dabei die technischen und räumlichen Möglichkeiten der BayernLabs als dezentrale und regional angesiedelte Kommunikationsdrehscheibe mit der Bevölkerung nutzen. Das Angebot der BayernLabs kann um Diskussionsrunden, Vorträge, Workshops und Sonderausstellungen mit Hochschulbegleitung ausgebaut werden und der aktive Wissenstransfer aus den Hochschulen in die Region gefördert werden. „Durch diese Kooperation entsteht eine WIN-WIN-WIN-Situation für den ostbayerischen Hochschulverbund TRIO, die BayernLabs und in besonderem Maße für die Region mit ihren Bürgerinnen und Bürgern. Der Hochschulverbund kann die BayernLabs als hervorragende Plattform für den Wissenstransfer in die Gesellschaft nutzen und das Angebot für die Besucher der BayernLabs wird noch vielfältiger und umfangreicher“, freute sich Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

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