Anika Loidl-Wunder mit Kulturpreis Bayern geehrt

Bayernwerk verleiht Preis für wissenschaftliche Leistung an Anika Loidl-Wunder der Hochschule Landshut

Ihre Abschlussarbeit hat überzeugt: Am Donnerstag (16. November) hat die Bayernwerk AG (Bayernwerk) Anika Loidl-Wunder mit dem Kulturpreis Bayern in der Sparte Wissenschaft ausgezeichnet. Die in Landshut lebende Absolventin wurde für ihre Masterarbeit im Studiengang Soziale Arbeit: Diversität gestalten an der Hochschule Landshut geehrt. Insgesamt 33 Absolvent*innen sowie Doktorand*innen bayerischer Hochschulen, Universitäten und Kunsthochschulen erhielten den begehrten Preis, den das Bayernwerk jährlich in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht.

Rund 300 Gäste sind in die Münchner Eisbach Studios gekommen, mehrere Fernsehsender haben die fast zweistündige Preisverleihung übertragen. Das Kulturevent war eingebettet in ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Show Acts, durch das Moderatorin Nina Sonnenberg führte. Dr. Egon Leo Westphal, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks, erläuterte: „Wissenschaft und Forschung sind der Motor für Entwicklung und Fortschritt. Sie liefern wichtige Impulse, ohne sie wären wir den Herausforderungen unserer Zeit nicht gewachsen. Mit dem Kulturpreis möchten wir eine breite Öffentlichkeit genau darauf aufmerksam machen und herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darin bestätigen, ihren Weg weiterzugehen.“ Der Bayerische Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume betonte: „Die Preisträgerinnen und Preisträger stehen für die Bedeutung Bayerns als Wissenschaftsstandort. Unsere Hochschullandschaft ist breit aufgestellt, hält dem internationalen Vergleich stand und bringt auch in diesem Jahr wieder neue Sterne am Forschungshimmel hervor. Darauf sind wir sehr stolz.“

Machtverhältnis beim Gebärdensprachdolmetschen

Anika Loidl-Wunder arbeitet als Gebärdensprachdolmetscherin und hat daher einen be-sonderen Bezug zu dem Thema ihrer Abschlussarbeit. Darin zeigt sie auf, dass Gebärden-sprachdolmetschende aufgrund ihrer sprachvermittelnden Funktion Macht über ihre tauben Kundinnen und Kunden haben. Demnach unterliegen taube Menschen dem Risi-ko, in bestimmten Situationen unterdrückt zu werden. In diesem Zusammenhang unter-sucht Anika Loidl-Wunder, wie eine offizielle Schlichtungsstelle für den Bereich des Ge-bärdensprachdolmetschens eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe ermöglichen kann. Sie erarbeitet Funktionen und Aufgaben, die eine Institution der Konfliktlösung haben müss-te. Eine solche existierte bisher nicht in Deutschland. Auf Grundlage der Arbeit von Anika Loidl-Wunder wurde gemeinsam mit dem Berufsverband der Gebärdensprachdolmet-scher Bayern e.V. eine Beschwerde- und Schlichtungsstelle für ebendiesen Bereich in Bayern auf den Weg gebracht.

Dieter Hanitzsch ist Sonderpreisträger

Am selben Abend hat das Bayernwerk auch den Kulturpreis Bayern in der Sparte Kunst verliehen. Die diesjährigen Preisträger sind die Schriftstellerin Rita Falk, die Künstler- und Kunstförderer Michaela und Bruno Wank, der Chefdirigent der Bamberger Symphoniker Jakub Hr?ša, die Künstlerin Adidal Abou-Chamat sowie die Hip-Hop-Band „dicht & ergrei-fend“. Die Den diesjährigen Sonderpreis überreichte der Bayerische Kunst- und Wissen-schaftsminister Markus Blume an den Karikaturisten Dieter Hanitzsch. Als Talkgäste oder mit Live-Auftritten wirkten mit: der KI-Wissenschaftler, Moderator und Autor Dr. Philip Häusser, die Pianisten Laetitia & Philip Hahn, die Kabarettistin Christl Sittenauer, die Künstlerin LOI sowie der Sänger und Songwriter Kamrad.

Auszeichnung mit Preisgeld und Statue

Die Preisträgerinnen und Preisträger in der Sparte Kunst werden von einer Fachjury aus-gewählt, während die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von ihrer jeweiligen Hochschule, Universität oder Kunsthochschule benannt werden. Die Preise in der Sparte Kunst und der Sonderpreis sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert, der Wissenschaftspreis mit jeweils 2.000 Euro. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten außerdem die vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer entworfene Bronzestatue „Gedankenblitz“.

Lange Tradition

Erstmals wurde der Kulturpreis Ostbayern im Jahr 1959 verliehen. Seit 2005 verleiht das Energieunternehmen Bayernwerk in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministeri-um für Wissenschaft und Kunst den Bayerischen Kulturpreis.

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie nachträglich unter bayernwerk-live.de/kulturpreis-bayern/ sehen. Dort sind auch die Steckbriefe aller Wissenschafts-preisträgerinnen und -preisträger zu finden.


Pressemitteilung der Bayernwerk AG


Foto: Bayernwerk AG