Schutz vor Naturkatastrophen

Was Bauingenieurinnen und Bauingenieure konkret bewirken können

Ob Hochwasser in Deutschland und Belgien, Waldbrände in der Türkei und Griechenland oder Hitzewellen in Kanada: Nicht nur aktuelle Naturkatastrophen verdeutlichen die immer extremer werdenden Wetterlagen. Unsere Welt steht vor der großen Frage, wie man sich vor Naturgewalten bestmöglich schützen kann. Wie in kaum einem anderen Beruf stellen sich Bauingenieurinnen und -ingenieure dieser Herausforderung.

Für einen nachhaltigen Klimaschutz

Schon die Entstehung möglicher Naturkatastrophen steht im Bauingenieurwesen im Fokus. „Die Klimabelastung durch Bauwerke ist ein wesentlicher Faktor, sei es bei der Herstellung oder im Betrieb“, weiß Karsten Sehlhoff, geschäftsführender Gesellschafter des Generalplaners SEHLHOFF. „Durch Berücksichtigung der umweltspezifischen Einflüsse ist es wirklich enorm, welchen Beitrag Planungsingenieurinnen und -ingenieure zu einem nachhaltigen Klimaschutz leisten können.“

Bei der Planung von Gebäuden und Bauwerken sind insbesondere konkrete Schutzmaßnahmen ein zentrales Thema. Schon die Auslegung von Bauwerken ist entscheidend. Auf Basis natürlicher Gegebenheiten (etwa Grundwasserfließrichtung, Hanglagen oder Windabweisungen) kann den negativen Auswirkungen von extremen Naturereignissen bereits in der Planung entgegengewirkt werden. Spezielle Bauwerke wie zum Beispiel Flutmulden, Brandschneisen oder Erdrutschbremsen dienen besonders dem Katastrophenschutz und stehen ebenfalls immer mehr im Fokus.

„Bauingenieurinnen und -ingenieure können kreativ daran teilhaben, den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen unserer Welt zu begegnen und im wahrsten Sinne des Wortes ‚Zeichen zu setzen’ – durch Bauwerke, die Werte schaffen, Klima schonen und Menschenleben retten“, betont Prof. Dr. Sven Roeren, Studiengangsleiter Bauingenieurwesen an der Hochschule Landshut.

Studiengang Bauingenieurwesen

An der Hochschule Landshut wird das Bachelorstudium Bauingenieurwesen in Voll- und Teilzeit angeboten. „Es beinhaltet die Vermittlung genau jener Kompetenzen, die Bauingenieurinnen und Bauingenieure der Zukunft brauchen – mit einem starken Fokus auf Ressourcenschonung und Anwendung von Digitali-sierungswerkzeugen“, so Prof. Dr. Roeren. „Da der Bedarf an qualifizierten Expertinnen und Experten im Bauwesen stetig steigt, freuen wir uns über jede Bewerberin und jeden Interessenten für dieses inte-ressante Studienfach.“

Anmeldungen zum Studium Bauingenieurwesen in Landshut sind noch bis zum 12. September 2021 möglich. Alle Informationen zum Studiengang gibt es auf der Website.