Erste Konsequenzen der Online-Befragung der „AG Schutzkonzept für den Hochschulalltag!

Es bleibt spannend


Die Online-Befragung von allen Angehörigen der Fakultät Soziale Arbeit hat ergeben, dass die Themen Grenzverletzungen, Übergriffe und Macht auch in unserem Hochschulalttag eine Rolle spielen. Sie sind im alltäglichen Umgang zwischen allen Statusgruppen der Fakultät präsent. Ende April 2021 haben wir in einem Workshop mit ca. 20 Interessierten Konsequenzen aus den Ergebnissen der Online-Befragung gezogen.   

Wir wollen in einem nächsten Schritt eine weitere aktivierende Befragung durchführen zum Thema: Was darf ein/e Lehrender, Kommiliton*innen, wissenschaftliche Mitarbeitende oder andere Personen an der Fakultät nicht tun? Dafür wurde eine sogenannte „Verhaltensampel“ über die Plattform app.conceptboard.com erstellt. Diese bietet über die Kommentarfunktion die Möglichkeit entsprechend der Ampelfarbe, Verhaltensregeln zu notieren.

Aus den Notizen, die dort von allen Angehörigen der Fakultät gepostet werden können, soll eine Verhaltensampel für alle Angehörigen der Fakultät Soziale Arbeit entstehen. Er soll zu einem sicheren Miteinander beitragen. Sie wird zukünftig sichtbar für alle im Fakultätsgebäude platziert und sie soll zu fortlaufenden Diskussion anregen.

Manche werden fragen: Brauchen wir so etwas überhaupt? Wir sagen ja, denn auch Hochschulen sind Organisationen, an denen ungleiche Struktur- und Machtverhältnisse vorherrschen. In allen Organisationen, Verwaltungseinheiten bzw. Fakultäten spielen Machtdynamiken eine Rolle, sie gehören überall dazu.  Sie dürfen aber nicht zu Machtmissbrauch führen und dafür muss man etwas tun. Wir sind also auf dem Weg. Die Soziale Arbeit hat die Reflexion von Macht bereits seit einigen Jahren auf ihrer Agenda, dennoch muss Macht aktiv reflektiert werden. Eine solche Anforderung ergibt sich auch aus unserem berufsethischen und professionellen Verständnis heraus. Die AG Schutzkonzept wird darum an weiteren präventiven Maßnahmen arbeiten, um für grenzverletzendes Verhalten zu sensibilisieren, so dass derartige Vorfälle proaktiv ausgeschlossen werden.

Daher ruft die AG nochmals zur Beteiligung auf, eine E-Mail wird an alle Angehörigen der Fakultät gesendet. Es bleibt also weiterhin spannend.