Ergebniszusammenfassung der Forschungswerkstatt Digitalisierung Sommersemester 2021

Welche digitalen Kompetenzen bringen die Studierenden der Sozialen Arbeit am Anfang ihres Studiums mit?

Mit dieser Fragestellung beschäftigten wir uns in der Forschungswerkstatt von Prof. Dr. Bettina Kühbeck. Besonderer Dank für die rege Teilnahme an unserer Online-Umfrage geht an die Studierenden des zweiten Semesters!

Wie bereits angekündigt, wollen wir euch in diesem Artikel nun die wichtigsten Ergebnisse rückmelden. Bei Rückfragen oder dem Wunsch nach vertieften Informationen, könnt ihr euch selbstverständlich jederzeit per E-Mail an uns wenden (DigitaleForschungswerkstatt21(at)haw-landshut.de).

Die wichtigsten Ergebnisse:

An der Online-Befragung, die sich ausschließlich an die Studierenden des zweiten Semesters richtete, haben von 146 eingeladenen Personen 65 teilgenommen. Davon waren 59 Frauen, 5 Männer und eine Person ohne Geschlechtszuweisung. Obwohl 55 Teilnehmer*innen (85%) unter 25 Jahre sind, würden sich 63% der Studierenden jedoch nicht als Digital Natives identifizieren.



Die Studierenden verbringen im Mittelwert 7,3 Stunden mit der Nutzung digitaler Medien am Tag, jedoch keiner weniger als 4 Stunden und nur sehr wenige mehr als 10 Stunden am Tag.


66% der Studierenden fühlen sich relativ sicher im Umgang mit digitaler Kommunikation.

Die Teilnehmer*innen schätzen ihre eigenen digitalen Fähigkeiten wie folgt ein:

  • Der Umgang mit sozialen Medien (92%) und das Erstellen von digitalen Präsentationen (86%) sind für die meisten alleine zu meistern.
  • Das Bearbeiten von Video und Audiodateien und das Formatieren von Texten ist für die meisten Studierenden kein Problem oder zumindest mit Hilfe einer anderen Person durchführbar (54%).
  • Das Erstellen und Bearbeiten von Webseiten trauen sich jedoch 65% gar nicht zu.

Ein Großteil der Befragten gibt an, Copyright-Regeln, wie Nutzungsrechte für Bilder und Logos, zu kennen. Des Weiteren denken die meisten Studierenden, ihr eigenes Nutzungsverhalten kritisch reflektieren zu können, nur bei kreativen Lösungen für komplexe Probleme und dem Überprüfen der Vertrauenswürdigkeit neuer Webseiten sind sich einige unsicher. Zwei Drittel der Studierenden trauen sich zu, das Medienverhalten anderer reflektieren zu können und schätzen auch ihre Kommiliton*innen als digital affin ein.

Obwohl viele Studierende ihr digitales Nutzungsverhalten selbst als sicher bewerten, verwenden entgegen aller Empfehlungen der sicheren Passwortnutzung über 60% das gleiche Passwort für mehrere Accounts. Dabei ist es nur 55% der Studierenden wichtig, welche Daten von ihnen online abgespeichert werden.

Nichts desto trotz wird die Digitalisierung von über 70% der Studierenden als bedeutsam für die Soziale Arbeit eingeschätzt (siehe Bild 3). Gerade digitale Kompetenzen, wie Office-Kenntnisse, der Umgang mit Kommunikationstools und mit internen Datenbanken werden von den Studierenden als wichtig für die Soziale Arbeit eingestuft.