„Wissen ist die beste Investition.“

Rudolf Ott, Masterstudent Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik, Fakultät Maschinenbau

Die Zeit ist meistens knapp bei Rudolf Ott. Denn der Student macht gerade seinen Master in Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik und arbeitet gleichzeitig bei BMW. Dort befasst er sich mit der Entwicklung neuer Generatoren in Fahrzeugen. Ott ist auf seinem Karriereweg schon einen großen Schritt vorangekommen, in seinem Team ist er der Jüngste. Motivation, Effizienz und Fleiß sind für ihn die Schlüsselwörter zum Erfolg. Den ersten Kaffee des Tages gönnt er sich daher erst in der Arbeit, gelernt wird am Abend oder Wochenende, wenn andere ihren Feierabend genießen. „Wissen ist einfach die beste Investition in die Zukunft“, meint Ott, „ich finde es wichtig, sich ständig weiterzubilden und an sich zu arbeiten. Das gibt einem die Möglichkeit, sich in gewisser Hinsicht selbst zu programmieren.“

Ott – ganz der Mathematiker – beschreibt seinen bisherigen Lebenslauf als Exponentialkurve: „Anfangs führte die Linie nicht wirklich nach oben, denn als junger Schüler war mir die Freizeit immer wichtiger. Aber irgendwann merkte ich: Ich muss richtig Gas geben, wenn ich was erreichen will.“ Nach dieser Initialzündung beschreibt die Kurve einen steilen Anstieg: Er wechselt von der Hauptschule auf die Realschule, geht zur FOS, macht gleichzeitig eine duale Ausbildung als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker bei BMW und studiert anschließend an der Fakultät Maschinenbau. „In unserer Lerngruppe war ich der Übermotivierte.“ Er ist überzeugt: „Man muss sich ein Ziel setzen und daran festhalten. Dann schafft man es auch.“ Viel Zeit verbrachte er in den letzten Jahren daher in der Hochschulbibliothek, die 24 Stunden am Tag geöffnet hat. So konnte er vor den Prüfungen dort schon manche Nacht durchlernen.

Gas geben will Ott auch in der Freizeit – mit seinem eigenen BMW E93. „Dieses Cabriolet war schon immer mein absolutes Traumauto“, erzählt Ott begeistert, „bei offenem Verdeck fahren, wenn die Sonne scheint – das ist einfach genial.“ Um sich zwischendrin von Studium und Arbeit zu lösen, treibt Ott auch gerne Sport und geht ins Fitnessstudio. Im Sommer findet man ihn darüber hinaus oft am Weiher mit Freunden beim Sonnen und Volleyballspielen, sonntags verbringt er die Zeit gerne mit seiner Familie. „Familie zu haben, ist für mich schon sehr wichtig“, erzählt Ott. So freut er sich jedes Jahr auf den gemeinsamen Urlaub mit seinem Vater in die Karibik oder auf Städtetrips mit seiner Freundin. „Ich will auf jeden Fall erstmal Karriere machen“, so Ott, „aber irgendwann möchte ich auch selbst eine Familie gründen. Denn das Leben ist nun einmal endlich, und am Ende bleibt einem nur die Erinnerung an die schönen Momente, die man mit seinen Liebsten geteilt hat."

Vorerst plant Ott aber erst einmal die nächsten Schritte seiner Karriere. „Ich möchte gerne noch berufsbegleitend einen Master of Business Administration machen und mich betriebswirtschaftlich weiterbilden.“ Jetzt gilt es jedoch, erst einmal den Masterabschluss zu schaffen. Aber Ott ist sich sicher: „Die nächste Herausforderung kommt bestimmt.“