„Das Wertvollste, was eine Hochschule besitzt, ist ihr Personal.“

Michael Schramm, Abteilungsleiter Service Personal

An ihm kommt keine Mitarbeiterin und kein Mitarbeiter der Hochschule Landshut vorbei: Jede Personalakte wandert früher oder später über den vollen Schreibtisch von Michael Schramm. Denn er und sein Team sind „für das Wertvollste zuständig, was eine Hochschule besitzt: ihr Personal.“ Im Gegensatz zu manchen Unternehmen bemesse sich die Qualität einer jeden Hochschule schließlich nicht an Produkten, sondern einzig und allein an den Menschen, die hier arbeiten. Für Schramm bedeutet das: große Verantwortung und viele Aufgaben. „Mittlerweile haben wir 60 bis 70 Neueinstellungen pro Jahr, vor 20 Jahren waren es nur etwa drei“, berichtet Schramm. Doch gerade diese Dynamik und Vielschichtigkeit ist für ihn „das Salz in der Suppe“. „Die Leute sollen merken, dass sie für die Hochschule wichtig sind“, so Schramm. Deshalb plädiert er dafür, mehr miteinander zu sprechen und weniger E-Mails zu schreiben. „Die besten Gespräche finden oft im Kopierraum statt. Im unkomplizierten, direkten Austausch finden sich viel schneller Lösungen.“

Für den Leiter der Personalabteilung ist es wichtig, das Ziel nie aus den Augen zu verlieren. Das kennt er von seinem Hobby, dem Bogenschießen. Braucht er eine Auszeit von Stellenanzeigen, Arbeitszeugnissen und diversen Anträgen, nimmt er Pfeil und Bogen und geht mit seiner siebenjährigen Tochter nach draußen. „Montag und Freitag ist immer Papa-Tochter-Tag. Da fahren wir entweder zum Vereinsgelände nach Ergolding oder nach Kumhausen zum Waldpfad“, so Schramm. Was ihm am Bogenschießen gefällt, ist der Moment absoluter Konzentration, wenn er das Ziel anvisiert und alles um sich herum ausblendet. „Das hat für mich etwas Meditatives.“ Gleichzeitig reizt ihn die Nähe zur Natur. „Wenn über uns der Falke kreist und vor uns ein Hase über den Weg hoppelt, ist das einfach genial“, erzählt Schramm. Seine Tochter ist vom Bogenschießen genauso begeistert. „Kein Wunder, sie trifft auch besser“, gesteht er schmunzelnd.

Mehr Ehrgeiz legt Schramm im Münchner Pistolenverein an den Tag. Als Erster Schützenmeister trainiert er dort die Mannschaft auf Wettkämpfe hin und ist stolz auf die Erfolge, die sein Team erzielt. Dabei beobachtet er immer wieder, wie wichtig die innere Verfassung eines Menschen bei dieser Sportart ist: „Nur, wer mit sich komplett im Reinen ist, ist auch ein guter Schütze“, betont Schramm. Frauen seien daher oft besser als Männer: „Sie sind gelassener und haben einfach mehr Ruhe in sich.“

Schramm weiß, wovon er spricht. Immerhin betreibt er sein Hobby seit 1994 – dem Jahr seiner besten Entscheidungen. Damals habe er nämlich auch seine Frau kennengelernt und an der Hochschule Landshut angefangen. Auf die Frage nach seiner schlechtesten Entscheidung muss Schramm nicht lange überlegen. „Das war 1992, als ich mir auf Wunsch meiner Eltern einen gebrauchten Golf gekauft habe. Im Winter ist er nicht angesprungen und auf der Motorhaube prangte ein lackierter Harlekin. Damit war ich auf dem Parkplatz natürlich immer der Lacher“, erinnert sich Schramm und grinst.