„Die Arbeit mit den Studierenden hält mich selber jung.“

Martin Lohmeier, Stellvertretender Leiter, Studierenden-Service-Zentrum

Wenn Studierende in sein Büro kommen, um sich über Studien- und Prüfungsordnungen zu informieren, fühlt sich Martin Lohmeier sofort um 15 Jahre zurückversetzt. Damals war er selbst BWL-Studienanfänger und dankbar um jede Hilfe. Heute ist der stellvertretende Leiter des Studierenden-Service-Zentrums derjenige, der den Studierenden mit Rat und Tat zur Seite steht. „Ich kann mich gut in sie hineindenken“, erzählt Lohmeier und fügt lachend hinzu: „Als ich 2010 in der Studienberatung der Hochschule Landshut angefangen habe, war ich sogar manchmal jünger, als die Studierenden, die ich beraten habe.“ Diese Nähe ist es auch, die ihn an seiner Arbeit reizt: „Ich finde es gut, wenn ich den jungen Leuten helfen kann, sich bei den ganzen Bewerbungs- und Zulassungsformalitäten zurechtzufinden. Da bleibe ich selbst ein bisschen jung.“

Auf Trab halten den gebürtigen Landshuter auch seine fünfjährigen Zwillinge Paul und Philipp, mit denen er sein großes Hobby teilt: Fußball. Als Kind spielte Lohmeier selbst in seinem Heimatverein TSV Landshut-Auloh e.V.; heute trainiert er dort die vier- bis sechsjährigen Nachwuchstalente und engagiert sich als Vorstandsmitglied. Als 2012 die Hochschule Landshut in Auloh die Bayerische Fußballmeisterschaft ausrichtete, kümmerte sich Lohmeier hinter den Kulissen um den reibungslosen Ablauf und war auch selbst im Landshuter Kader aufgestellt. Auch in seinen Mittagspausen ist das Thema Kicken präsent. Denn da trifft er sich mit Kollegen an einem der Kickertische, die auf dem Campus stehen, um sich ein Match zu liefern.

Steht Lohmeier in seiner Freizeit nicht auf dem Platz, findet man ihn mit seiner Familie draußen in der Natur oder in seinem Haus beim Werkeln. Denn Lohmeier beherrscht nicht nur das Dribbeln, sondern auch das Hämmern und Schrauben aus dem Effeff. „Unser Haus ist groß und auch nicht mehr das jüngste, da ist immer was zu tun“, erzählt Lohmeier. Sein größtes Projekt war ein ganzes Stockwerk, das seit 1954 nicht mehr renoviert wurde. Ein ganzes Jahr lang richtete der Hobby-Heimwerker nach der Arbeit Stück für Stück alle Zimmer wieder her, vom Boden bis zur Decke. Da trifft es sich gut, dass er vor seiner Tätigkeit an der Hochschule stellvertretender Geschäftsführer in einem Baumarkt war. So kennt er auch hier beide Seiten: als Kunde und als Verkäufer.

Seine nächsten Projekte haben jedoch weder mit Fußball noch mit Heimwerken zu tun: „Solange die Kinder noch nicht in der Schule sind, wollen wir auf jeden Fall eine große Thailandreise machen“, verrät Lohmeier. Und er lässt sich die Haare schon mal wachsen. Denn als gebürtiger Landshuter will er wenigstens einmal bei der Landshuter Hochzeit teilnehmen. „Die Stadtwache könnte ich mir gut vorstellen“, überlegt er, „aber konkret geplant ist noch nichts. Ich stelle es mir einfach toll vor, beim Lagerleben als Aktiver dabei zu sein.“ Bis jetzt stand er schließlich nur auf der Zuschauerseite.