„Meine Aufgabe ist, Forschung möglich zu machen.“

Dr. Hedwig Maurer, Forschungsreferentin

Daniel Düsentrieb, der geniale und zerstreute Erfinder aus den Walt-Disney-Comics, ist bekannt dafür, dass ihm seine kuriosen Entdeckungen außer dem Ansehen seiner Fans kaum etwas einbringen. Hätte er jemanden wie Dr. Hedwig Maurer an seiner Seite gehabt, hätte die Sache anders ausgesehen. Denn die Forschungsreferentin an der Hochschule Landshut unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der ersten Forschungsidee bis zur Antragstellung. Sie berät Erfinder rund ums Thema Patente und Lizenzen und kennt sich bestens aus mit Forschungsförderung, Förderprogrammen und der Einwerbung von Drittmitteln. „Meine Aufgabe ist es, Forschung möglich zu machen“, bringt Maurer ihre Tätigkeit auf den Punkt. Sie versteht sich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei liegt ihr vor allem der Praxisbezug am Herzen: „Wir sind eine Hochschule für angewandte Wissenschaften. Das bedeutet, dass die Forschungsergebnisse nicht nur publiziert, sondern im Idealfall unmittelbar verwertet werden.“

Maurers wichtigstes Arbeitswerkzeug ist die Kommunikation. „Um Forschung zu ermöglichen, ist es erst einmal notwendig, ins Gespräch zu kommen. Und zwar persönlich – trotz Digitalisierung“, betont Maurer. Mit den Professorinnen und Professoren, mit der Verwaltung, der Finanzabteilung, mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Allein im letzten Jahr konnten mit ihrer Unterstützung 22 Projekte aus Forschung und Technologiertransfer auf den Weg gebracht werden.

„Bis ein Projekt erfolgreich beantragt ist, braucht es manchmal viel Ausdauer und Durchhaltevermögen“, erzählt Maurer, „aber es lohnt sich.“ Schließlich wirbt sie Forschungsgelder ein, aus denen neue Projekte entstehen und neue Stellen geschaffen werden. Dafür sei es wichtig, sich stets in neue Sachverhalte reinzudenken und einen Überblick über die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten zu haben. Nur so kann Maurer die Vorhaben der Forscher vorab begutachten und diese anschließend beraten und unterstützen. Darüber hinaus kümmert sie sich um die Weiterqualifizierung von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, indem sie beispielsweise kostenfreie Seminare zur Patentrecherche organisiert.

Da Maurer sowohl auf nationaler, als auch auf EU-Ebene aktiv ist, kommt ihr bei ihrer Tätigkeit ihre langjährige internationale Erfahrung zugute. So lebte die Verkehrswissenschaftlerin bereits über elf Jahre im Ausland, bevor sie zurück nach Deutschland und an die Hochschule ging: in Spanien, Australien, England und den Niederlanden. Auch ihre jetzige Arbeit ist mit vielen Reisen, beispielsweise nach Linz und Brüssel, verbunden. Dass die Forschungsreferentin dabei ihre interkulturellen Kompetenzen einbringen und die erlernten Fremdsprachen pflegen kann, ist für sie besonders reizvoll. Darüber hinaus schätzt sie an ihrer Tätigkeit die Flexibilität und Gestaltungsfreiheit. „Ich habe mit vielen unterschiedlichen Disziplinen, wissenschaftlichen Sprachen und Herangehensweisen zu tun“, erzählt Maurer, „das macht die Arbeit ungeheuer abwechslungsreich.“

Für Abwechslung sorgt die Forschungsreferentin auch in ihrer Freizeit. Braucht sie einmal Abstand von all den Anträgen und Formularen, zieht es sie im Sommer zum Wandern in die Münchner Hausberge und im Winter zum Langlaufen in den Bayerischen Wald. „Sport fernab vom Trubel ist einfach das beste Mittel, um abzuschalten“, so Maurer. Und ein gutes Ausdauertraining – denn der nächste Marathon im Antragstellen kommt bestimmt.