„Ich suche nicht Probleme, sondern Lösungen.“

Christina Fertl, Mitarbeiterin Internationale Programme, Fakultät Betriebswirtschaft

Wirbel und Abwechslung im Alltag findet Christina Fertl gut. „Morgens um 8 Uhr brauche ich das zwar noch nicht gleich, aber generell mag ich ein bisschen Turbulenz“, erzählt sie. Die junge Frau mit den blonden langen Haaren hat ihr Gegenüber immer fest im Blick. Sie arbeitet viel mit Menschen – wenn auch nicht immer von Angesicht zu Angesicht: Fertl betreut an der Fakultät Betriebswirtschaft internationale Programme. Sie ist Anlaufstelle für Studierende aus der Fakultät, die gerne ein Semester im Ausland verbringen möchten – an der Hochschule spricht man von Outgoings. „Die meisten wissen schon, in welches Land oder an welche Uni sie wollen. Ich helfe dann bei der Organisation“, erklärt Fertl.

Die Incomings, Austauschstudierende aus anderen Ländern, können sich ebenfalls an Fertl wenden. Oft hilft sie bei Unklarheiten in Stundenplan. Auch Austauschdozierende kommen in ihr Büro, wenn sie einen Hörsaal nicht finden oder die Technik dort nicht funktioniert wie sie soll. Es gibt für sie nichts, was sich nicht klären ließe: „Ich bin ein Mensch, der nicht Probleme, sondern Lösungen sucht.“

Mit Incomings spricht sie Deutsch, Englisch, manchmal Französisch. Sogar ein paar japanische Vokabeln bringt sie mühelos über die Lippen. Sie stammen noch aus dem Sprachkurs, den Fertl während ihres Studiums belegt hat. Ihren Bachelor in Betriebswirtschaft hat sie an der Hochschule Landshut abgeschlossen. Ihr Studium liegt erst drei Jahre zurück – doch auch schon Jahre vorher war sie regelmäßig Gast am Campus: Ihr Vater hat schon in Landshut studiert und sie als Baby einfach mit in den Hörsaal genommen.

Drei Tage nach Abgabe ihrer Bachelorarbeit hat sie schon ihren jetzigen Job begonnen. „Ich hatte ein gutes Bauchgefühl beim Angebot der Hochschule und das hat sich auch bestätigt“, sagt Fertl. Die Stelle gab es vorher nicht, also hat sie sich selbst eingearbeitet und Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen der Partnerhochschulen auf- und ausgebaut.  

Die Arbeit ist intensiv, aber abwechslungsreich. Genau das gefällt Fertl: „Ich habe mich an Veränderung gewöhnt und gelernt, sie zu schätzen“, meint sie gelassen und schaut kurz in den Kalender auf ihrem Handy. Dort notiert sie akribisch Termine und Erinnerungen an wichtige Aufgaben. So behält sie den Überblick über alle Fäden, die bei ihr zusammenlaufen.

Fertl überlässt am liebsten nichts dem Zufall – selbst, wenn sie ab und an den Nervenkitzel sucht. So probiert sie im Wasserpark auch mal beinahe senkrecht laufende Rutschen aus. Doch bevor sie sich selbst hinaufwagt, „schaue ich mir vorher ein paar Menschen an, wie sie rutschen“, sagt  Fertl, „und natürlich überlege ich mir dann genau, wie ich mich hinstellen muss, dass ich mir nichts breche“, lacht sie.