„Ich arbeite lieber mit Menschen, als Produkte zu verkaufen.“

Andrea Kilb, ERASMUS-Koordinatorin für Outgoings, International Office

Menschen, Tiere, Pflanzen: Andrea Kilb liebt das „Lebendige“, beruflich wie privat. Angefangen bei ihrer Familie und ihren beiden Söhnen, ihrem Papagei Lola und ihrem Garten bis hin zu ihren „Adoptivkindern“, wie sie die Studierenden, die zu ihr kommen, liebevoll bezeichnet. Schließlich ist sie selbst ein lebhafter und quirliger Mensch, der sich „nicht lange stillhalten kann“, wie sie lachend bemerkt. Als ERASMUS-Koordinatorin im International Office ist Kilb seit 2008 die Anlaufstelle für Studierende, die ins Ausland gehen. Für die ehemalige Verkaufssachbearbeiterin war der Wechsel zur Hochschule genau die richtige Entscheidung:  „Mit Menschen zu arbeiten finde ich viel schöner, als Produkte zu verkaufen.“

Kilb pflegt ein internationales Netzwerk mit Partnerhochschulen in ganz Europa. „Mit manchen dieser ERASMUS-Koordinatoren arbeite ich schon seit vielen Jahren zusammen. Als wir uns dann 2014 bei einer Hochschulmesse in Sevilla zum ersten Mal persönlich getroffen haben, war das ein tolles Erlebnis“, schwärmt Kilb. Außerdem fasziniere sie jedes Mal aufs Neue, wie ein Auslandssemester oder -praktikum die Persönlichkeit vieler Studierenden zum Positiven verändere: „Manche sind fast noch Kinder, wenn sie gehen, und kommen erwachsen zurück.“ Über 1.500 junge Menschen hat Kilb auf diesem Weg des Erwachsenwerdens ein Stück begleitet.

Ums Wachsen und Gedeihen dreht sich auch alles bei ihr zuhause. Denn hier wartet ihre zweite große Leidenschaft auf sie: ihr Garten. Seit sie 2014 mit ihrer Familie nach Oberahrain in ein Haus mit Grundstück gezogen ist, gestaltet sie den damals völlig verwilderten Garten schrittweise zur grünen Oase um. Nach dem Prinzip „Learning by Doing“ holte sich Kilb dabei Tipps aus Fachzeitschriften. „Ich war ja am Anfang völlig unerfahren auf diesem Gebiet“, erzählt sie. Heute erweist sich ihr Garten als Heimat für zahlreiche Vögel und Igelfamilien – und als idealer Rückzugsort für sie selbst. „Wenn es in der Arbeit einmal stressig ist, dann eignet sich das Garteln am besten, um runterzukommen und abzuschalten“, schwärmt sie.

Neben den vielen Tieren, die ihren Garten bevölkern, hat Kilb noch einen ganz besonderen Vogel ins Herz geschlossen: ihren Graupapagei Lola. „Ich wollte schon als Kind unbedingt einen Papagei haben“, berichtet sie mit leuchtenden Augen, „vor 25 Jahren habe ich mir schließlich meinen Traum erfüllt.“ Seitdem ist die Papageiendame ein festes Familienmitglied. „Sie ist ja sozusagen mit meinen Söhnen aufgewachsen“, lacht Kilb, „und auch sehr auf uns Menschen fixiert. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob sie weiß, dass sie eigentlich ein Papagei ist.“ Auf jeden Fall kann Lola ihrem Frauchen genau zu verstehen geben, was sie will. Kein Wunder: Graupapageien gelten schließlich als äußerst intelligent – und ziemlich langlebig. Daher hofft Kilb, dass Lola ihr noch viele Jahre erhalten bleibt, auch wenn die Söhne dann vielleicht schon ausgezogen sind.