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Runder Tisch diskutiert über Zukunft von Bioenergie und Biodiversität

Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Forschung und Politik tauschten sich im TZE aus

Wie lassen sich Biodiversität und die Erzeugung von Bioenergie miteinander vereinbaren und kann dieses Zusammenspiel zugleich wirtschaftlich tragfähig sein? Mit diesen Fragen beschäftigte sich am 13. November 2025 eine Runde Tisch Diskussion im Technologiezentrum Energie (TZE) der Hochschule Landshut in Ruhstorf an der Rott. Unter dem Titel „Bioenergieerzeugung und Biodiversität – Ein tragfähiges Konzept für die Zukunft?“ versammelte das TZE Expertinnen und Experten aus Naturschutz, Landwirtschaft, Bioenergie und Politik. 

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts DIVERSE statt und bot eine Plattform für einen offenen Austausch. Ziel war es, aktuelle Herausforderungen sichtbar zu machen, Chancen für die Region herauszuarbeiten und mögliche Lösungswege zu identifizieren. Die Ergebnisse sollen später an politische Entscheidungsträgerinnen und -träger weitergegeben werden, um regionale Strategien gezielt zu stärken. 

TZE strebt langfristig positive Impulse und eine nachhaltige Entwicklung an

In kleinen Arbeitsgruppen beleuchteten die Teilnehmenden insbesondere die Situation in der niederbayerischen Pilotregion rund um Ruhstorf an der Rott. An den drei Thementischen zu Bioenergie, Biodiversität & Umwelt sowie Politik & rechtliche Rahmenbedingungen wurden praxisnahe Ansätze diskutiert, wie sich Bioenergieproduktion und der Schutz biologischer Vielfalt künftig besser miteinander verzahnen lassen. Dabei entstanden konkrete Ideen, die zur nachhaltigen Entwicklung der Region beitragen und langfristig positive Impulse setzen könnten. 

Die Projektleiterin am TZE, Anna Zeindl, zeigte sich zufrieden mit der Dynamik der Diskussionen. “Der Runde Tisch hat deutlich gemacht, wie wichtig vernetztes Denken zwischen Landwirtschaft, Energiewirtschaft und Naturschutz ist und welchen Beitrag lokale politische Strategien leisten können, um ein zukunftsfähiges Modell für Bioenergie und Biodiversität zu schaffen”, sagt sie. Die Ergebnisse des Runden Tisches fließen in den weiteren Verlauf des Projektes der Forschungseinrichtung der Hochschule Landshut ein und können so zur Entwicklung von Biodiversitätskonzepten in der Region beitragen. 

Über das Projekt DIVERSE 

Das Projekt DIVERSE vereint zwölf Projekt Partner aus fünf Ländern im Alpenraum, um nachhaltige Lösungen für die Bioenergieproduktion zu entwickeln und besser mit dem Schutz von Biodiversität zu verbinden. In Niederbayern arbeitet das Technologiezentrum Energie mit regionalen Akteuren zusammen, um Herausforderungen zu erkennen und praxistaugliche Ansätze zu erarbeiten. Ziel ist eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Energie, Landwirtschaft, Naturschutz und Politik und die Entwicklung von Empfehlungen für eine zukunftsfähige, regionale Bioenergie.

DIVERSE wird durch die Europäische Union im Rahmen des Interreg Alpine Space Programms kofinanziert.


Fotos: Hochschule Landshut
(Frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)

Foto 1: Von rechts: Roswitha Nöbauer, Kreis- und Markträtin Ruhstorf an der Rott, Willi Lindner, Bürgermeister der Gemeinde Kößlarn, und Veronika Fick-Haas, FInAL-Projekt, Koordinatorin Landschaftslabor Bayern Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), diskutierten angeregt die rechtlichen Rahmenbedingungen und Regularien.

Foto 2: Von rechts: Auch Josef Hopper, 3. Bürgermeister von Ruhstorf an der Rott und Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands in Passau, Andreas Silbereisen, Mitglied des örtlichen Marktgemeinderates, und Dorothee Hartmann, Landschaftsarchitektin und Klima- und Naturschutzbeauftragte der Gemeinde Neuburg am Inn, tauschten sich über das Projekt aus.